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    Sadismus .. Masochismus .. Ich .. ich wollte mal wissen, was ihr über Sadismus und Masochismus hal…
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  • TooTall4All > sex talk: Sadismus .. Masochismus .. Sadismus geht auch ganz ohne Schläge.
    Das Problem bei all dem BDSM Kram sehe ich im Übrigen darin, dass in der Öffentlichkeit zuviel Brimbamborium drüber gemacht wird. So wie auch hier. Ich bin nicht der "Szene" zugehörig, merke jedoch, dass die Gesellschaft im Allgemeinen immer mehr verroht.
    Der Stellenwert von Liebe und Achtung geht immer mehr flöten und viele stürzen sich in Animösitäten, um den Blick aufs Wesentliche bewusst verschleiert zu bekommen. Man sollte versuchen, sich selbst (wieder) bewusst wahrzunehmen - dann erst kann man austeilen.
    Einstecken können m.E. die meisten, die austeilen, nicht.
    vor 3 Jahren und 2 Monaten. ·
  • BurgRuine > sex talk: Sadismus .. Masochismus .. hähä ...das wird schon seinen Grund haben warum!!
    vor 3 Jahren und 2 Monaten. ·
  • sex talk: Sadismus .. Masochismus .. Lustsklavebi: Hallo
    genau so ist es.
    ich bin auch ein Masochist und mag es sadistisch gequält und erniedriegt, gedemütig zu werden von Frauen und Männer sowie benutzt zu werden.
    wobei ich die Erfahrung gemacht habe, das Frauen die größeren Sadisten sind und größere freude am erniedriegen und quälen haben.

    viele Grüsse an alle vom nackten Leck-, und Blasesklaven
    vor 3 Jahren und 2 Monaten. ·
  • BurgRuine > sex talk: Sadismus .. Masochismus .. Das thema wurde hier schon zum Xten mal angesbrochen und immer wieder gelöscht!!
    Lebt euren Sex wie ihr alle es für richtig hält und laßt euch nix einreden!!
    Sex ist nur dann gut wenn es beide wollen und beide ja dazu sagen!!
    Ob ich nun ne lesbe bin eine sub oder ein d om----Ob ich schwul bin oder hetero spielt absolut keine rollle""
    vor 3 Jahren und 2 Monaten. ·
  • ChironMcAnndra > sex talk: Sadismus .. Masochismus .. Sorry, aber ich werd nicht als Quelle für einen strukturellen Vergleich etwas heranziehen, von dem ich ausgehen kann, daß es kein Schwein kennt ... denn dann ist der Vergleich sinnlos ...
    Wenn jemand sagt:"Wenn A > B und B > C dann ist auch A > C" und ein anderer formuliert: "Wenn X > Y und Y > Z dann ist auch X > Z" und ein weiterer bemerkt, daß beide Theoreme gleich sind, dann bedeutet das doch nicht, daß letzterer behauptet hätte, daß A=X, B=Y und C=Z seien ...
    Bei meinen Analogien geht es um den Mechanismus, den ich aals wertlos kritisiere ... und das geht eben am besten bei gleichartigen Mechanismen, die die Unsinnigkeit dessen, was ich zeigen will, am besten erkennen lassen ...

    Sorra, aber das Fazit steht drunter: die Aussage des Artikels ist wertlos ...

    Weil sie eine moralische Meinung vertreten, die sie sich nicht selbst gebildet, sondern von anderen übernommen haben ... eine Meinung, die auf der grundsätzlichen Ansicht beruht, daß alles, was mit Sex zu tun hat, zuminddest zum Teil amoralisch ist ... eine christliche Altlast, derer wir uns längst hätten entledigen sollen ... nur können nicht viele Menschen etwas gegen die subtile Prüderie ausrichten, die ihre Erziehung begleitet hat ...

    Wie schon gesagt: die Vorstellung davon, daß soetwas erniedrigend sei, finde ich widerwärtig und schmutzig ...

    Und die eigene moralische Meinung von der öffentlichen meinung abhängig zu machen, halte ich für nicht weniger widerwärtig und schmutzig ...

    Die Formulierung "schon lang keine mehr" ist falsch .... denn das war sie noch nie ... und das kann sie auch rein funktionalen Gründen auch gar nicht sein ... jedenfalls nicht, solange Du nicht alle Individuen dazu bringst, identisch zu denken ... welcome to the ant society ...

    {stell Dir grad mal jemanden vor, der eine hochgradig unintelligente Grimasse zieht und "HÄ?" fragt}
    Wo bitte glaubst Du dies in meinem Text zu finden?

    Witzig ... besonders deshalb, weil ich nicht regelmäßig dieselben Medien konsumiere, sondern immer andere und mich immer möglichst breit informiere, bevor ich irgendein Thema kommentiere ...
    Nochmal: ich habe nicht diese beiden Gruppen gleichgesetzt, sondern ich habe in den Debatten zu beiden Gruppen eine annähernd identische Argumentation gefunden ... selbst hier im Uboot waren schon in früheren Themen identische Argumentationen zu lesen, bei denen es sich nur eben nicht um BDSM handelte, sondern um Rechtes Gedankengut ...
    Es ist idiotisch, mir zu unterstellen, ich wolle beides gleichsetzen .... denn das einzige, worin sich beide vergleichen lassen, ist eben die Art ihrer Argumentation ...

    Nein .... bei deren Argumentationen gibt es beileibe nicht so große Ähnlichkeiten ...
    Die Linken haben kein Problem damit, die gelteende Rechtsordnung zu kritisieren, weshalb sie weit weniger Ausgrenzungspolitik gegen ohre Extremeren Anhängsel betreiben ... zudem richten sich deren Aktionen in weit weniger Fällen gegen Unschuldige ...
    Kinderschänder haben im Grunde keine Argumentation ... wie sollten sie auch, da ihre Vorstellungen vernünftig nicht argumentierbar sind ...
    Inzestler können schon gar nicht mit der angeblichen Konforrmität mit geltendem Recht argumentieren, da sie nunmal eindeutig dagegen verstoßen .... zudem haben sie handfeste biologische Argumente gegen sich, die die ganze Debatte in eine andere Richtung verlagert ... und Raubritter sehen keine Notwendigkeit, ihre Position zu argumentieren, da sie immer davon ausgehen, daß ein Schwert besser überzeugt als Worte ...

    Aber das Befremdliche ist nicht das Thema ... ich argumentiere schließlich nicht auf der Basis, daß alles schlecht ist, was ich nicht mag ... es gibt vieles, das ich nicht mag und das durchaus für die, die es mögen, gut sein kann ... ich mag ja auch keinen Alkohol und hab doch nichts dagegen, daß andere gern mal was trinken (solange sie nicht übertreiben) ...

    Was ich hieran kritisiere, ist, daß das allenfalls für die offizielle BDSM-Szene gilt ... zu behaupten, daß es hier keine schwarzen Schafe gäbe, die sich unter dem Deckmantel der BDSM-Scene noch ganz andern Dingen hingeben, wäre ebenso naiv als würdest Du behaupten "Nein, in keiner deutschen Bar oder Disco werden jemals Drogen verkauft" ...
    bezwecken? Du vergleichst keine Argumentationsstrukturen, sondern argumentierst.
    Kennst Du nicht den Unterschied zwischen einem inhaltlichen und einem strukturellen Vergleich?
    Oder willst Du ihn nicht erkennen?
    Das Nicht-erkennen-Wollen ist nämlich eine Beliebte Methode, um Argumente vom Tiscch zu fegen, ohne dazu Stellung beziehen zu müssen ...
    Ein Beispiel:
    Ein Pharmakonzern lügt hinsichtlich der Bestandteile eines anregenden Stärkungsmittels, indem es die Ergebnisse verschiedener sachverständiger Experten dadurch verwertet, daß positive Aspekte hervorgehoben, negative jedoch ignoriert werden ...
    Ein anderer Pharmakonzern tut genau dasselbe mit einem Schlafmittel ...
    Wenn jetzt jemand sagt "He!, die beiden haben ja genau denselben Trick angewandt, um die Leute zu bescheißen", dann ist das ein struktureller Vergleich ... in meinem Fall zu behaupten, ich würde Nazis mit BDSMlern gleichsetzen, indem ich beider Argumentationen vergleiche, ist dasselbe als würde der Pharmakonzern sagen, der Kritiker hätte behauptet, in seinem Schlafmittel seien dieselben Wirkstoffe wie in dem Aufputschmittel des anderen Konzerns und da dies nachweislich falsch sei, sei die Kritik vom Tisch ...

    Eine Meinung kann jeder haben ... egal wie abstrus sie auch sein mag ... wenn es jedoch darum geht, eine meinung zu vertreten, dann muß mann sie argumentieren ... man muß sich ihrer Kritik stellen und die Argumente der Kritik entkräften ... schafft man das nicht (oder tut man das einfach nicht), muß man sich damit abfinden, wenn andere von dieser Meinung nichts halten ...

    Borniertheit bedeutet, daß sich jemand auf unbedeutende Dinge fokussiert und damit einen notwendigen Prozess blockiert ... bevor Du diesen Vorwurf einbringst, solltest Du nachweisen, daß er zutrifft ... andernfalls könnte jemannd auf die Idee verfallen, daß Du immer dann, wenn Du keine Argumente mehr hast, der anderen Position Borniertheit unterstellst ...

    Sorry, aber was wäre so schlimm daran, einer Randgruppe anzugehören - abgesehen davon, daß ich Gruppendenken grundsätzlich verachte?
    Zudem braucht man BDSMler nicht in eine Randgruppe zu katapultieren .... solange Du nicht nachweist, daß sich die Mehrheit oder zumindest eine signifikante Minderheit der Bevölkerung dieser Gruppierung zugehörig fühlt, ist es de facto eine Randgruppe ... ich finde daran jedoch nichts schlimmes ... weshalb ich auch nicht nachvollziehen kann, aus welchem Grund dies benachteiligend wirken sollte ...

    Chiron
    vor 3 Jahren und 2 Monaten. ·
  • Trespassing > sex talk: Sadismus .. Masochismus .. Ich möchte die Antwort kurz halten:

    Du möchtest nicht, dass man erwägt, dass du eventuell bestimmte Gruppieren widerum anderen, gesellschaftlich noch schlechter präsentierten vergleichst... Schön und gut, aber dann überlege dir doch bitte ein paar Argumente, die eben damit nichts zu tun haben.

    Deine Definition und Erläuterung von Erniedrigung und Kurzdarstellung deren Entwicklung mag durchaus stimmig sein, nur vergisst du, ein Fazit zu ziehen. Ich führe noch einmal kurz an, was du erwähntest (sinngemäß):

    - zerrissene / zerschlissene Jeans wären vor Jahrzehnten eine Demütung an sich selbst gewesen - beziehungsweise das Tragen jener de facto "kaputten" Kleidungsstücke. Richtig.
    = Da man aber die Berührungsängste nach und nach außer Acht ließ, sich damit anfreundete oder wenigstens respektierte, dass Menschen so herumlaufen möchten, hat sich dieser Trend sogar zum fast schon Normalfall entwickelt.

    - im Mittelalter wurden Mädchen (jung) zwangsverheiratet. Richtig.
    = Heute auch noch, nur nicht hier. Zu diesem Zeitpunkt war es, du hast es richtig erkannt, nicht Erniedrigendes, sondern vielmehr der Normalfall. Es war in Ordnung. Welch Glück, hat sich das immerhin geändert.

    Womit erstmal wieder beim Oralverkehr angekommen wären: Das ging den selben Weg. Oder was meinst, warum noch immer Menschen eine kategorische Abneigung dagegen haben? Sie fühlen sich nun mal "nieder", wenn sie bspw. vor dem Gegenüber kniend genau das tun, was er von ihnen verlangt. Aber ja, prinzipiell hat sich die öffentliche Meinung hierüber "liberalisiert" - wobei zu bedenken ist, dass die öffentliche Meinung noch lange keine "ehrliche, individuelle Meinung" darstellt.

    Bevor wir allerdings zur BDSM-Szene kommen, lass mich dir eine kurze Frage stellen: Wieso darf Politik in deinem Weltbild nur in eine Richtung gehen? Das ist faschistisch.

    Dass du her gehst und gleich "BDSM-Szene" durch "Rechtsgerichtete" (wahrscheinlich meintest du gar Rechtsextreme, unter Auslassung aller gängigen Unterschiede zwischen beiden Lagern) ersetzen möchtest, liest sich, als wärst hätte dich die Medienlandschaft gut im Griff. Faszinierend jedenfalls, wie DAS der erste Punkt sein kann, in Sachen Tatsachenverdrehung. Eine Gleichsetzung mit Linksgerichteten, Linksradikalen, Kinderschändern, Inzestlern und Raubrittern wäre doch ebenso möglich gewesen - aber das soll ja nun hier kein politisch Kabarett werden.

    Bleiben wir beim Thema: Natürlich kann ich nachvollziehen, dass die BDSM-Szene befremdlich auf viele wirken mag. Doch ist die Erniedrigung, die hier gesucht und erreicht wird, zum einen eine andere, als die "auf der Straße". Denn auch im BDSM wird sehrwohl nach Regeln und Vorsätzen, sowie Grundsätzen vorgegangen, keine Sorge.

    Ähm, was wolltest du eigentlich mit dem Satz (Nein, ich vergleiche BDSMler nicht mit Nazis ... ich zeige lediglich, daß beider Argumentation strukturell gleich ist, woraus man sehen kann, daß es sich um keine Argumentation, sondern um ein Überreden-wollen handelt mit dem Ziel eine Akzeptanz zu erreichen, ohne die dafür notwendige Überzeugung zu erbringen ... bezwecken? Du vergleichst keine Argumentationsstrukturen, sondern argumentierst. Im Übrigen wäre es mir neu, dass ein "Meinung äußern" zwangsläufig dazu führen muss, alle Äußerungen wissenschaftlich zu belegen. Borniertheit kann zudem oftmals verhindern, dass selbst das nachvollziehbarste Argument verpufft und als "überzeugen wollen" dargestellt werden kann.

    Aber zum Glück leben wir ja im liberalen Deutschland, in dem man seine Meinung äußern und sich zu Menschen bekennen kann, ohne gleich in irgendwelche Randgruppen katapultiert zu werden.

    Vielen Dank.
    vor 3 Jahren und 2 Monaten. ·
  • ChironMcAnndra > sex talk: Sadismus .. Masochismus .. Das ist völliger Unsinn ... eine Erniedrigung ist das nur aus Sicht von Leuten, die darin etwas widerwärtiges und schmutziges sehen ... für mich sind jedoch lediglich die Gedanken derjenigen, die es so sehen, widerwärtig und schmutzig ... was also soll daran erniedrigend sein für jemanden, er es einfach nur schön findet?
    Erniedrigung ist eine Sache der persönlichen Überzeugung ... in früheren Jahrhunderten wurden Frauen von ihren Vätern an andere Männer verheiratet - regelrecht verkauft ... für die meisten heute lebenden Frauen in Europa wäre soetwas zutiefst erniedrigend, wenn ihre Eltern soetwas auch nur versuchen würden ... damals jedoch galt das als dermaßen normal, daß die wenigsten dagegen angingen ...
    Vor nichtmal 50 Jahren hätten sich die meisten Menschen zutiefst erniedrigt gefühlt, wenn sie mit Hosen gesehen worden wären, die aufgerissen und zerschlissen sind ... heute ist soetwas ein Modetrend und die Kids sind oft genug stolz drauf ...
    Ob irgendetwas einen Menschen erniedrigt, kann niemand pauschal beurteilen ... daher ist Die Aussage des Artikels wertlos ...

    Genau dasselbe sagen meistens auch die Leute, die lange Jahre als Nachbarn neben einem perversen Serienkiller gewohnt haben ... "er war nett, freundlich und hilfsbereit und wir hatten niemals Ärger mit ihm" ...
    Und bevor hier wieder jemand auf die hirnrissige Idee verfällt, ich wolle hier Parallelen zwischen der BDSM-Szene und perversen Serienkillern ziehen ... dem ist NICHT so ... ich demonstriere lediglich, daß der Teil der Persönlichkeit einer Person, die einige andere Leute an ihr kennen, keineswegs auf seine restlichen Persönlichkeitsbereiche zu verallgemeinern sind ...
    Ich kannte mal jemanden, der an der Nadel hing und an sich ganz ok war ... man konnte sich prima mit ihm unterhalten und so und er hat mir auch nie irgendwelchen Ärger gemacht ... denoch ändert das nichts daran, daß ich es absolut nicht ok finde, wenn jemand an der Nadel hängt ...

    Wer hat denn hier dafür plädiert, daß man BDSMler ausrotten soll?
    Nichts für ungut, aber die Pladoyers vieler hier, die versuchen, BDSM "in Schutz" zu nehmen, gleichen auffallend den Argumentationen, die ich in einem völlig anderen Umfeld kennengelernt habe ... man muß nur BDSM durch "Rechtsgerichtete" ersetzen ...
    Auch da wird immer behauptet, daß "rechts sein" doch nur eine politische Ansicht wie alle anderen sei, daß sie sich doch im Rahmen der Rechtsordnung bewegen würden, daß alle, die mehr machen, nur Extremisten seien, die mit dem eigentlichen Rechtssein nichts zu tun hätten und daß man ihnen ihr Existenzrecht verweigern würde - jedesmal, wenn man ihre Motive und Ambitionen anzweifelt ... die armen, armen Rechten ...
    (Nein, ich vergleiche BDSMler nicht mit Nazis ... ich zeige lediglich, daß beider Argumentation strukturell gleich ist, woraus man sehen kann, daß es sich um keine Argumentation, sondern um ein Überreden-wollen handelt mit dem Ziel eine Akzeptanz zu erreichen, ohne die dafür notwendige Überzeugung zu erbringen ...

    Aber ich bin offen .... ich akzeptiere, daß es Menschen gibt, die solche Neigungen verspüren und sie auch ausleben ... und ich habe auch gar nichts dagegen, daß sie das tun ... ich weigere mich jedoch, dies gut zu finden ... ebenso wie ich mich weigere, einseitig kopfblinde Argumentationen als überzeugend anzuerkennen ...

    Chiron
    vor 3 Jahren und 2 Monaten. ·
  • ChironMcAnndra > sex talk: Sadismus .. Masochismus .. Sorry, aber ich bin nicht derjenige, der sich an dieser Eistheke anstellt ... und icch würde es eher anders ausdrücken ... etwa so: sich nen Döner kaufen und den dann "Eis" nennen ...

    Aber Sadismus ist etwas ganz anderes als jemanden zu suchen, der sexuell unterwürfig ist ... Sadismus bedeutet, jemanden durch exzessiven Zwang zu unterwerfen, obwohl der dies nicht will ...

    Das glaube ich kaum ... denn entweder hast Du deSade nicht verstanden, oder Du hast zu wenig von ihm gelesen ...
    Zur Erklärung: zum einen mag ich Bücher sehr ... ich hab sehr viele davon, weil ich es kaum fertigbringe, solche, die ich schon oft genug gelesen habe, wegzugeben ... daher gibt es kaum Bücher, von denen ich mich freiwillig getrennt habe, ohne sie ggf in einer anderen Auflage oder sonstwie als Doppel weiterhin zu besitzen ...
    zum anderen habe ich nichts gegen die Darstellung von Gewalt, da ich die Ansicht vertrete, daß die Dinge, die hart und brutal sind, auch hart und brutal ausgedrückt werden sollten, weil sie den Sachverhalt sonst beschönigen und somit verzerren und verfälschen würden ...
    dennoch habe ich eines der Bücher von deSade weitergegeben, ohne es vollständig gelesen zu haben, weil es mir das wahre Ausmaß des Sadismus präsentiert hat ... auf eine Weise, die selbst mir die Lust zum Lesen vermiest hat ...
    Der Umgang mit Unterwürfigen (gleichgültig ob in sexueller oder sonstiger Hinsicht) ist kein Sadismus ... ich weiß nicht, ob es dafür einen eigenen Begriff gibt oder nicht ... Sadismus fängt erst da an, wo selbst die Unterwürfigen anfangen, Panik zu bekommen, weil das, was ihnen widerfährt, eindeutig über das hinausgeht, was sie sich vorgestellt haben ...
    Vielleicht ein Beispiel:
    Es gibt Frauen, die sich gerne Fesseln und - im Spiel - vergewaltigen lassen ... Sadismus ist jedoch kein Spiel ... Sadismus wäre es, wenn man so eine Frau wie vereinbart fesselt, sie dann jedoch nicht wie vereinbart wieder losmacht, sondern unter Drogen setzt und ins Ausland an ein Bordell verkauft, wo sie angekettet von jedem benutzt wird, der grad Lust hat, bis sie irgendwann daran krepiert ...

    Chiron
    vor 3 Jahren und 2 Monaten. ·
  • Trespassing > sex talk: Sadismus .. Masochismus .. Ihr alle seid Sadisten!

    Da zerpflückt ihr ein durchaus interessantes und diskutables Thema in Teile, die einfach als Teile betrachtet zusammenhanglos da stehen. Man liest und liest. Minuten lang. Irgendwann gegen Ende des ganzen Threads kommt dann mal etwas Gescheites. Sagenhaft.

    Im Ernst:

    Sadismus. Masochismus. Das ist doch nichts Schlimmes. Nichts Verkehrtes. In keinster Weise. Nur wird es von vielen allzu gern negiert. Es muss etwas Schlechtes, Böses, Schlimmes sein, weil man es nicht versteht. Natürlich ist der Bezug hier auf einvernehmlichen Sadismus / Masochismus gelegt. Und welche Phantasien und / oder Praktiken da ausgelebt werden, das bleibt doch den Beteiligten überlassen.

    Im Übrigen las ich vor Kurzem einen auf den ersten Blick lächerlich anmutenden Artikel, der sich im Nachhinein jedoch als gar nicht so verkehrt entpuppen sollte. Da ging es darum, dass viel mehr Masochisten auf der Welt herum laufen, als man denkt. Nicht mal jene selbst wissen es. Denn, so der Artikel, sei ja auch der allgemeinhin - meist gern - praktizierte Oralverkehr eine Form der Erniedrigung des Selbst.

    Davon ab kenne ich einige Leute aus der BDSM-Szene und muss sagen, dass das zum Einen - entgegen aller Vorurteile - durchaus patente Leute sind. Zum anderen kommt es durchaus vor - um auf die Eingangsfrage einzugehen - dass sich auch in mir so die ein oder andere Phantasie ausbreitet, die aufgrund intergesellschaftlicher Zwänge bzw. Misszwänge offen ausgesprochen wohl sofort zu Diffamierung führen würde, dahingehend, dass einem fast schon das Existenzrecht aberkannt würde.

    Leute, zeigt euch doch einfach mal so offen, wie ihr die Welt gern hättet. Hier muss man alles akzeptieren und auf der anderen Seite darf man so manchen Gedanken nicht einmal hegen. Das passt nicht zusammen und führt unweigerlich zu einem sozialisierten Faschismus. Oh ja, ihr Sadisten!
    vor 3 Jahren und 2 Monaten. ·
  • sex talk: Sadismus .. Masochismus .. chaosjunge: Ein wirklicher Sadist würde gegenüber einem wirklichen Masochisten lieb sein ... denn er weiß, daß es den Masochisten nur dann wirklich quält, wenn man ihn nicht foltert ...

    Chiron

    da drehst du dich aber im kreis
    ist ja so als würdest du ein eis kaufen und es dann wegschmeißen, der mensch sehnt sich nunmal nach der sexuellen unterwürfigkeit des anderen oder seiner selbst!
    ich bin noch zu jung um aus erfahrung zu sprechen, aber dank DeSade weiß ich genauestens was diese beiden begriffe bedeuten
    vor 3 Jahren und 2 Monaten. ·
  • ChironMcAnndra > sex talk: Sadismus .. Masochismus .. Ein wirklicher Sadist würde gegenüber einem wirklichen Masochisten lieb sein ... denn er weiß, daß es den Masochisten nur dann wirklich quält, wenn man ihn nicht foltert ...

    Chiron
    vor 3 Jahren und 2 Monaten. ·
  • taita > sex talk: Sadismus .. Masochismus .. gleich zur Klarstellung:

    Ich bin ein Sadist!

    Es bereitet mir Freude meinen Partner zu quälen, ihm Schmerzen zuzufügen und ihn leiden zu sehen.

    Das funktioniert nur deshalb, weil sie Masochistin ist und genau das will.

    Das Ganze funktioniert nur deshalb, weil es dabei gegenseitigen Respekt und Einverständnis gibt.
    vor 3 Jahren und 2 Monaten. ·
  • sex talk: Sadismus .. Masochismus .. sheralynn: naja, ich denke mal so geht es den meisten von uns.. denn die meisten sind in der hackordnung irgendwo in der mitte... treten nach unten...bekommen aber auch tritte von oben ^^
    vor 3 Jahren und 3 Monaten. ·
  • ChironMcAnndra > sex talk: Sadismus .. Masochismus .. War keine Absicht .... der Index in diesen Thread ist anscheinend kaputt, denn wenn ich den aktuellsten Beotrag ansehen will, krieg ich immer ne Seite aus der Mitte dieses Threads vorgeblendet ... aber das nur am Rande ...

    Nunja ... wer innerhallb einer Verwaltung tätig ist (wenn es nicht gerade die Verwaltung eines Kleinbetriebes ist), hat meistens Leute, die über ihm stehen und ihm sagen, was er zu tun hat, jedoch ebenso Leute, die unter ihm stehen und denen er sagen kann, was die zu tun haben ... er kennt also sowohl die Rolle desjenigen, der austeilt als auch die Rolle desjenigen, der buckeln muß ... und ggf zur Sau gemacht wird, wenn jemand über ihm Lust darauf hat ...

    Chiron
    vor 3 Jahren und 3 Monaten. ·
  • sex talk: Sadismus .. Masochismus .. sheralynn: Stimmt ... Verwaltungsleute gibt's wirklich ne ganze Menge ... aber das gehört wohl grad nicht zum Thema ... *g*

    Chiron

    wenn ich nicht durch zufall bemerkt hätte, dass du einen jahre alten beitrag von mir in diesem jahre alten thread zitierst...

    switcher sind also wie verwaltungsleute oder umgekehrt? musst du mir mal bei gelegenheit erklären...^^

    gruss
    die ex-girlee ^^
    vor 3 Jahren und 3 Monaten. ·
  • Cane > sex talk: Sadismus .. Masochismus .. Danke für deine Beiträge, TheTwoBeats, ich freue mich, dass sich hier - außer Chiron - noch jemand findet, der sich die Mühe macht und sich die Zeit nimmt derart dezidiert mitzudiskutieren.
    Dennoch halte ich es im Sinne der übrigen Threadverfolger/Mitleser für überzogen, jeden Satz und jedes Argument eines "Opponenten" so fein zu filetieren und zu kommentieren wie das hier gerade passiert. Leute die in diesen Thread einsteigen wollen haben kaum eine Chance den jew. Argumentationen noch zu folgen oder gar mitzureden - und dazu sind solche Foren doch eigentlich gedacht? Aber das ist nur meine private Meinung und off-topic noch dazu.

    Folgendes möchte ich noch zum Therma sagen: Der Thread ist, soweit ich das verstanden habe, von "Gesellschaft" in "Sex-Talk" verschoben worden, insofern sollten wir davon ausgehen, dass Sadismus/Masochismus hier nicht pathologisch gemeint ist sondern in dem Sinne, wie man das Thema wohl landläufig versteht, als sexuell orientierte und (hoffentlich) lustfördernde Neigung. Insofern ist Einvernehmlichkeit - egal ob softe oder harte Praktiken - für mich zwingend. Ich weiß ja nicht wie es den meisten anderen hier geht aber nur gegenseitiger Lustgewinn ist für mich wirklicher Lustgewinn. Und, ohne das mir dieser "Titel" wichtig wäre oder das es nicht welche gäbe die mich für "zu soft" halten, ich würde mich trotzdem als Sadisten bezeichnen.

    Zum Thema Gesundheit/schädliche Nebenwirkungen: Natürlich kann es zu solchen "Nebenwirkungen" kommen - die aus meiner Erfahrung meistens durch Unwissenheit oder Überschätzung der eignen oder des Partners Fähigkeiten herrühren - und es gibt durchaus auch Unfälle. Aber die gibt es beim Autofahren, allen möglichen Hobbies oder Sportarten oder beim Blümchensex auch.
    Die meisten BDSMler die ich kenne (und ich halte mich auch für so einen) sind extrem umsichtig bei dem was sie tun und wie sie es tun. Ich würde vielerlei Praktiken niemals anwenden, nicht weil sie mich oder meine Partner nicht reizen würden sondern weil ich schlichtweg nicht weiß, dass ich sie sicher anwenden kann. Wer BDSM seriös "betreibt" (und das dürfte für den größten Teil der Szene zutreffen - und natürlich gibt es Ausnahmen und schwarze Schafe) ist sich seiner Verantwortung bewußt und verhält sich entsprechend.
    vor 3 Jahren und 3 Monaten. ·
  • sex talk: Sadismus .. Masochismus .. TheTwoBeats: Gut, es gibt einige Passagen, die sich dahingehend auslegen lassen, insofern nachvollziehbar, dann nachzuhaken.
    Bei mir ist es eher so angekommen, daß die entsprechenden Teilnehmer nicht die Szene als verbrechensfrei deklarieren sondern exemplarisch vorführen wollten, unter welchen Umständen (wie sie sie dann exemplarisch dargelegt haben) von einem Verbrechen nicht zu sprechen ist. Aber wie gesagt, Interpretationsspielraum ist zweifellos gegeben.
    Interessanter Gesichtspunkt. Meine Quellen sind begrenzt, aber soweit ich es nun über ein älteres "Lexikon: Medizin", Wikipedia und online abgelegte Diagnosekriterien des DSM-IV nachvollziehen konnte, trifft das wohl zu (unter Vorbehalt, weil ich es zum jetzigen Zeitpunkt halt einfach nicht besser weiß).

    Wenn auch als Zusatz noch folgendes zu erwähnen wäre:
    "A. Over a period of at least 6 months, recurrent, intense sexually arousing fantasies, sexual urges, or behaviors involving acts (real, not simulated) in which the psychological or physical suffering (including humiliation) of the victim is sexually exciting to the person." Quelle: http://www.behavenet.com/capsules/disorders/sexsadism.htm
    Da also wohl auch schon die Fantasie als Einschlußkriterium reicht, beinhaltet Sadismus zwar weiterhin nicht den Respekt des Gegenparts, bedeutet aber auch nicht zwingend, sich gegen igrendjemandes Willen schadhaft durchzusetzen.

    Aber zum eigentlichen Punkt. Es als "Sadist mimen" zu bezeichnen, um es vom "Sadist sein" abzugrenzen, ist eine Möglichkeit, ja.
    Allerdings erkenne ich keine wirkliche Notwendigkeit darin. BDSM beinhaltet unter anderem auch "sadism", das ist richtig, und es mag mit dem, was praktiziert wird, nicht vereinbar sein, wenn man denn mal das proklamierte Reglement zur Grundlage nimmt. Was wäre nun aber praktischer? Einen komplett neuen Begriff entwickeln und ihn in die Sprache einzuführen oder den alten als brauchbare Charakterisierung zu verwenden und im weiteren zu erklären, wie er umgesetzt wird (also so, wie es gegenwärtig hehandhabt wird)? Mir scheint, der zweite Weg ist der bessere. Zumal Sadismus darin ja auch 'nur' als Schlagwort auftaucht, und daher offenlässt, ob es nun für "being sadism" oder "playing/mime/fake up/(was weiss ich) sadism" steht.
    Es wird wohl eine Risikoerhöhung gegenüber 'konventionellen' Praktiken geben, je nach Spielart zwischen nicht und wesentlich erhöht. Und ich könnte mir vorstellen, daß es auch einen Teil des Reizes ausmacht, die diesem Rollenspiel innewohnt.

    ich sehe aber nicht wirklich ein Problem darin. Geht man von selbstbestimmten Menschen aus, so bleibt es denen überlassen, dies zu erkennen, darauf zu achten und für sich zu entscheiden, ob es ihnen das wert ist.
    Und mein bisheriger Eindruck ist, daß BDSM'ler offenbar mehr Ahnung von den Risiken ihrer Praktiken haben als 'Norm-Sexuelle' (vorsicht, Neologismus) von allgemeinen Risiken des Geschlechtsverkehrs. Und auch wählerischer bei der Partnerwahl sind. Ist nur ein streng subjektiver Eindruck, aber wäre vielleicht durchaus mal interessant, das gegenüberzustellen. Etwa mal zu schauen, wieviel Prozent der Bevölkerung vermeidbare STD's und ungewollte Schwangerschaften davontragen und wieviel Prozent der BDSM'ler Schäden durch ihre Praktiken erleiden. Oder auch mal zu schauen, in welchen Lebensgemeinschaften es mehr sexuelle Gewalt gibt. Könnte mir durchaus vorstellen, daß es da eine böse Überraschung gibt *g*.
    Okay, Aufklärung ist natürlich immer gut. Aber so habe ich das an keiner Stelle ausgedrückt ... ich würde niemals behaupten, daß das wirkliche Quälen anderer Teil dessen ist, was BDSMler miteinander tun ... ich verweise lediglich darauf, daß beides dieselben Grundlagen hat und daß das eine zum anderen führen kann ... Nunja, nach penalty's Quellenangabe besitzt es keine diagnostische Relevanz mehr, was wohl bedeutet, daß der Sadomasochismus, der nach anderer Quellenangabe als "einvernehmlich" charakterisiert ist, wohl nicht mehr als Prädisposition verstanden wird.
    Deine Herleitung dieses Zusammenhangs in allen Ehren, aber ich denke, Evidenzen wären hier eher zielführend.
    Man dachte auch mal, daß ein Mensch vom Typus melancholicus eher dazu neigt, eine Depression zu entwickeln als Menschen anderen Typs. Es scheint nahe zu liegen, aber wenn ich mich recht erinnere, hat man das durch klinische Studien inzwischen widerlegen können.
    Solange wir in dieser Diskussion keine Evidenzen vorliegen haben, bleibt deine These zunächst weiterhin berechtigt. Aber sie ist nicht gesichert. Und sie steht gleichberechtigt neben anderslautenden Ansätzen, etwa dem, daß Straftaten mit sexuellem Sadismus als Hintergrund nicht durch eine Neigung begründet sind sondern durch eine als davon unabhängig zu sehende Störung. ... der Trieb ist rein egoistisch ... erst das, was uns zu Menschen macht, sorgt dafür, daß wir zusätzliche Lust aus der Lust unserer Partnerin schöpfen ..Leuchtet mir ein. Umso mehr verwundert mich jedoch, daß du dich dann im Falle des BDSM so sehr bei Begrifflichkeiten aufhältst. Denn die Praktiken stellen für meine Begriffe sogar eine erhebliche Kultivierung dieses Ansatzes dar. Du hast selbst hervorgehoben, daß Sex nicht voraussetzt, daß es den Beteiligten auch Spaß macht. Dennoch scheint es keine Probleme damit zu geben, einvernehmlichen Sex zu mögen und sexuelle Gewalt als Verbrechen zu verstehen. Warum sollte das nicht auch mit "BDSM" versus "sadistisches Verbrechen" gehen? Oh, weder muß ich noch kann ich noch will ich behaupten, daß es sich immer so verhielte. Mit meiner Aussage wollte ich nicht andeuten, daß dein Kurs nicht erwünscht geschweige denn mit dem Thema nicht vereinbar sei. Ich halte eben beides gleichermaßen für einen Teil dieser Diskussion. Und daher hat es mich gestört, als du dich gegenüber Cane äußertest, dies würde hier nicht diskutiert werden. Denn das wird es ja schon. Und es gehört hier auch mit 'rein, denn der Sadomasochismus beinhaltet sowohl Elemente, die sich aus dem Namen ableiten, als auch partnerschafltiche Aspekte, in die diese Praktiken eingebunden sein können.
    vor 3 Jahren und 3 Monaten. ·
  • ImTiefenrausch > sex talk: Sadismus .. Masochismus .. @Chiron
    Wieso sollte das Thema hier nicht "die BDSM Szene und Ihre Mitglieder" lauten?
    Ich denke, dass die Eingangsfrage ganz eindeutig in diese Richtung geht.
    Ich .. ich wollte mal wissen, was ihr über Sadismus und Masochismus haltet. Kennt ihr Leute, die solche Sachen machen. Seit ihr selbst Sadisten/masochisten?? Du wirst es hinnehmen, dass auch der praktizierende SM’ler seine Erfahrungen hier posten möchte. Dass dabei aber vermutlich nicht nur mit nicht-SM’lern über die Begriffe Sadismus und Masochismus diskutiert werden möchte… Da dürftest Du doch drüber stehen.




    ... Sadismus gibt es in vielerlei Variation ... aber keine davon arbeitet einvernehmlich mit den Wünschen des Opfers ...Warum entscheiden sich Millionen von Frauen für den Masochismus, und damit auch für den Sadismus, wenn keiner der Wünsche einvernehmlich mit der eigenen Person wäre, die diesen Wunsch äussert? Das geht doch gar nicht. Oder? Es sei denn… man ist *krank*?... mit den Wünschen des Opfers ...Opfer? Meinst Du die eines Verbrechens, oder die *Opfer* einer SM Beziehung? Kennst Du welche?... Sadismus gibt es in vielerlei Variation ... aber keine davon arbeitet einvernehmlich mit den Wünschen des Opfers ...Woher weißt Du das?
    vor 3 Jahren und 3 Monaten. ·
  • ChironMcAnndra > sex talk: Sadismus .. Masochismus .. Weil hier von mehreren argumentiert wurde, daß nur weil sie selbst nichts verbrecherisches tun, wenn sie ihren neigungen nachgehen, daß es folgerichtig sei, daß es grundsätzlich kein Verbrechen sein könne, wenn jemand seiner neigung folgen würde ...

    Sich für seine neigung einen unvorbelasteten Namen zu suchen, der keine Elemente enthält, die auch andere für sich in Anspruch nehmen und die für sich bereits klar definiert sind ...
    Sadismus ist äußerst klar definiert ... und Sadismus enthält an keiner Stelle der Definition irgendetwas, das auf gegenseitigen Respekt verweist oder ein gewisses Maß an Harmonie mit sich bringt ...
    BDSM als ausschließlich die zanme Variante auszugeben, als die das hier verbreitet wird, ist ungefähr so als würde ich einen Club gründen, der sich "sadistischer Frauenschänderverein" nennt, und damit einen friedlichen Bibelkreis meine ... die Praktiken, die hier "angepriesen" werden, sind an keiner Stelle real sadistisch .... es wird der Sadismus lediglich gespielt ... daher müßte man diese Szene eher als "Wir tun so als wären wir Sadisten" bezeichnen ...

    Nunja ... Du willst bnatürlich darauf hinaus, daß BDSM kein Krankheitsbild ist ... klar ist es das nicht ... ebensowenig wie es krank oder verbrecherisch ist, wenn jemand den ganzen Tag daheim vorm Fernseher sitzt und sonst nichts tut ... es ist keine Krankheit ... aber jeder Arzt wird Dir sagen, daß es auf Dauer schädliche Nebenwirkungen haben kann ... und auf der Seite von BDSM können solche schädlichen Nebenwirkungen eben auch in Verbrechen münden, unter denen reale Opfer sehr zu leiden haben ...
    Das ist keineswegs als Anklage zu verstehen ... sondern nur als Aufforderung, sich dessen bewußt zu sein ... und so ein Bewußtsein stellt sich ganz sicher nicht ein, wenn man davor die Augen möglichst fest verschließt ...

    Oh, einleuchtend ist das ganz sicher ... ich bestreite lediglich, daß es richtig ist, dies zuzulassen ...
    Vor 500 Jahren hatten wir auch einen Fall, wo sich ein Teil einer Szene vom Rest der Szene abspaltete und sich danach beide übrigen Teilszenen vehement - und oft genug auch mit Gewalt - als die einzig wirklichen Vertreter der eigentliche Szene ausgaben und den Titel, so heißen zu dürfen, ausschließlich für sich beanspruchten ... seiitdem (und mit Sicherheit auch schon davor) gab es unzählige ähnliche Vorgänge ... und ich kann mich an keinen einzigen erinnern, bei dem etwas gutes dabei rausgekommen wäre ...

    Aber so habe ich das an keiner Stelle ausgedrückt ... ich würde niemals behaupten, daß das wirkliche Quälen anderer Teil dessen ist, was BDSMler miteinander tun ... ich verweise lediglich darauf, daß beides dieselben Grundlagen hat und daß das eine zum anderen führen kann ...
    Ich würde auch nicht pauschal behaupten, daß Sex immer etwas schönes ist ... denn auch erzwungener Sex ist dennoch immer noch Sex ... und der ist mit Sicherheit alles andere als schön ...
    Aber gerade weil ich mir das bewußt mache, laufe ich weniger Gefahr, zu vergessen, daß es beim Sex nicht nur auf meine Lust ankommt ... es bringt keinem etwas, wenn ich, nur, um selbst ungestörter meine eigene Lust genießen zu können, einfach definieren würde, daß gewalttätig erzwungener Sex eben dann kein Sex mehr sei, sondern ein Verbrechen, das mit Sex nichts zu tun habe ... denn der Trieb ist in beiden Fällen derselbe ... der Trieb ist rein egoistisch ... erst das, was uns zu Menschen macht, sorgt dafür, daß wir zusätzliche Lust aus der Lust unserer Partnerin schöpfen ... der Trieb jedoch stammt aus evolutionären Zeiten, in denen das Überleben der Art wichtiger war als unser psychologisches Wohlempfinden, weshalb es zum Menschsein dazugehört, waß wir unsere Triebe kontrollieren und nicht zulassen, daß es umgekehrt läuft ... denn in den Fällen, wo die Triebe den Menschen kontrollieren, kommt es zu Verbrechen ...

    Wenn sich das in diesem Bereich durchsetzt, wird es nicht lange dauern, und jemand wird fragen, was denn der Begriff "sadistisches Verbrechen" bedeuten soll ... denn dann wird jeder "wissen", daß BDSM auf gegenseitigem Respekt und Vertrauen aufbaut ... und wie kann es ein Verbrechen geben, ds auf gegenseitigen Respekt und Vertrauen beruht?

    Dann aber solltest Du erläutern, aus welchem Grund Du der Ansicht bist, daß Sadismus nichts anderes als Respekt und Vertrauen bedeutet ... denn das Thema hier lautet nicht "die BDSM-Szene und ihre Mitglieder", sondern das Ziel war es, die Begriffe Sadismus und Masochismus zu diskutieren ... und das schließt eben auch die Bereiche mit ein, die die BDSM-Szene offensichtlich nicht zu diskkutieren wünscht, weil sie sich davon angefeindet fühlt ... das ist eben das Problem, wenn man sich einen Namen sucht, der eindeutig mit Verbrechen vorbelastet ist ...
    Vielleicht kennst Du ja den alten Witz: sagt der Masochist zum Sadisten: "Bitte, quäl' mich" ... der Sadist lächelt süffisant und antwortet:"Nein."
    Sadismus gibt es in vielerlei Variation ... aber keine davon arbeitet einvernehmlich mit den Wünschen des Opfers ...

    Chiron
    vor 3 Jahren und 3 Monaten. ·
  • sex talk: Sadismus .. Masochismus .. TheTwoBeats: Ja, das sehe ich ebenso. Deshalb will sich mir auch nicht so recht erschliessen, weshalb du jeden einzelnen von ihnen auf diejenigen verweist, die so etwas in verbrecherischer Weise und aus psychopathologischen Beweggründen heraus tun.
    Ich kann zustimmen, daß dieser Umgang mit Begrifflichkeiten problematisch ist. Was aber bliebe einem Menschen mit dieser Neigung anderes übrig? Ich halte es für nachvollziehbar, etwas, das nicht per se verbrecherisch oder krank ist, auch ausdrücklich von Verbrecherischem und Krankem unterscheiden zu wollen. Und entsprechend leuchtet es mir ein, daß die 'Szene' sich auf ein verbindliches Leitbild zu einigen versucht.
    Es ist auch Ausdruck von Heterosexualität, als Mann Frauen zu vergewaltigen, dennoch hielte ich es für unangemessen, wenn mir jemand sagte, es wäre Teil meiner Sexualität, Frauen zu mißhandeln. Denn die Art der Sexualität mag über den Akt definiert sein. Aber das Leben und Erleben von Sexualität ist es nicht. Dazu gehört viel mehr als das.
    Und so halte ich es für sinnvoll, sich ausdrücklich von allem Verbrecherischen zu distanzieren, auch wenn der verbrecherische Akt im Einklang mit der Definition stehen könnte. Und für notwendig, an der Definition zu arbeiten, so wie es BDSM'ler ja auch versuchen, indem sie ein bestimmtes Reglement festlegen.

    Die Umstände sind ja auch gegenüber denen, wie sie für Kleindealer gelten, erleichert. Denn BDSM ist ja keine Straftat. Ein guter Ansatzpunkt, eine Grenze zwischen der legitimen und illegitimen Form zu ziehen.
    Ich finde es dagegen sehr restriktiv, nicht anerkennen zu wollen, daß sich eine Szene weiterentwickelt.
    Ganz offensichtlich tun mehrere Teilnehmer genau das. Wie kommst du dann darauf, es würde hier nicht thematisiert werden?
    vor 3 Jahren und 3 Monaten. ·
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