wie es sein wird
Lange Schatten ziehen langsam über die Felder. Langsam, dennoch mit unaussprechlich bestimmter Sicherheit. Je weiter sie sich zurück ziehen, desto heller wird der Himmel. Das zarte blau-violett weicht nun einem eher rötlichen Schimmer. Mein letzter Wunsch geht in Erfüllung. Ich sehe ein letztes Mal die Sonne den Mantel der Nacht von der Erdoberfläche verbannen um der Menschheit weiterhin ihr selbstzerstörerisches Tun zu ermöglichen. Ich blicke abwechselnd fragend auf die Ampulle in meiner Linken und auf das Foto in meiner Rechten.
Kälte nimmt Einzug in meine Glieder, bringt sie zum Erfrieren.
Keine Decke, keine Umarmung kann nun noch helfen.
Es geht nicht darum Wärme zu halten vielmehr darum, Kälte nicht nach außen zu lassen. Ich halte dich mit aller Kraft du süßes Gift.
Nein, ich tat dies nicht für dich oder wegen dir. Ich tat es für mich. Ich konnte meinen Zielen, meinem Leben nicht mehr gerecht werden, die Last nicht mehr tragen, meine Probleme nicht mehr lösen und ich wollte auch nicht mehr. Nun gibt es kein Zurück mehr. Keine Fragen über Moral, Richtigkeit oder Motiv werde ich von mir dulden. Es gibt einfach kein Zurück mehr. Wird es danach genauso sein? Kann man wissen, ob, wie und was man fühlt? Ich werde es in Erfahrung bringen doch zu berichten werde ich nicht mehr in der Lage sein.
Ich winde mich. Mein Magen verkrampft sich. Versucht sich meiner Sehnsucht zu entledigen aber ich lasse es nicht zu.
Meine Glieder werden mir fremd. Ich fühle sie nicht mehr sie sind weg! Nein, weg sind sie nicht. Ich sehe sie. Warum fühle ich sie dann nicht? Ich befehle meiner Hand die Ampulle zu halten sie will jedoch nicht. Meine linke Hand beginnt mir eine Geschichte zu erzählen. Verwirrt und unverständlich ich ignoriere sie.
Jedoch wenn du Acht gibst, werde ich dich besuchen. Du wirst die erste sein, in deren Traum ich erscheinen werde; zum Abschied, für ein allerletztes Lebe wohl!. Vielleicht werde ich dir erzählen, warum ich dies tat. Vielleicht aber auch nicht. Ich empfinde Freude bei dem Gedanken frei wie Vogel durch die Lüfte zu schweben. Mit dem Wind spielen, frei von Sorgen zu sein eine wunderbare Vorstellung.
Mein Kopf beginnt zu pulsieren. Ich rufe die Wolken zu mir. Sie kommen, liebkosen mich. Ich umarme die flauschigste aller Wolken, bis plötzlich ein Riesenrabe kommt und sie frisst. Fressen. Essen. Man hat mich meiner Henkersmahlzeit betrogen. Ich bin mein eigener Richter und Henker. Es kann doch nicht Doch Wie grausam muss ein Henker sein, dem Delinquenten die letzte Mahlzeit zu verwehren? Ich hasse diesen Schuft!
Komm doch mit, begleite mich! Ich kann auf dich warten erlebe ich doch bald die Ewigkeit. Wie lange dauert die Ewigkeit? Gibt es einen Begriff von Zeit in der Ewigkeit? Egal was dort ist ich warte auf dich. Meine Zeit auf dieser Erde ist vorbei. Ich werde warten bestimmt!
Ich nehme keine Farben mehr war. Das zuvor noch so farbenfrohe Lichterspiel am Himmel weicht einem faden Grau. Körperlich spüre ich nun gar nichts mehr. Ich fühle, als würde ich schweben kann mich jedoch nicht bewegen. Ich warte nur noch. Lasse los von allen Gedanken. Die Ewigkeit beginnt. Voll Freude begrüße ich den Anfang vom Ende. Schwarz. Alles schwarz. Noch ein Gedanke. Ich denke, ich
todeskuss
part 1
Ich schließe meine Augen, sehe vor mir dein Gesicht,
rotes Blut im weißen Schnee, berühr'n darf ich dich nicht.
Deinen Atem stell' ich mir vor, warm und zart berührt er mich,
streichelt meine Haut, die so kalt, ich umarme dich.
Kein Blatt auf meinem Baum, er steht kahl und leer,
einst mächtig groß, das Leben wünscht' ich mir her.
Doch bin ich tod, ich bin der Tod, küsse dich innig heiß,
deine Lippen so rot und warm, auf meinen, so kalt und weiß.
Fahl und knöchern ist meine Gestalt, von Leben keine Spur,
nackt liegst du vor mir, bedeckt von deinem langen Haar nur.
Du schreist nach mehr, sehnst dich nach meiner dunklen Gabe,
dein Leben soll ich dir nehmen, willst, dass am Tode ich dich labe.
Rosarot die Rose des Lebens dein, du streckst sie mir entgegen,
der zweite Todeskuss sogleich, nur Kälte kann ich dir geben.
Ich streiche über der Rose Blätter, doch was ist, ich glaub es kaum,
nichts passiert, ändert sich. Ich vergaß: es ist bloß ein Traum!
Ich träume ihn mit dir. Nicht zum aller ersten Male,
Wie ist's möglich zu Übergehen der Raum und Zeiten Schale?
Welche sonst das Ersehnte verhindert? Es gibt keine Erklärung.
Was kann es sein? Dunkelrote Träume aus des Todes Verehrung?
Du nahmst des Todes Tod, schenktest ihm das Leben,
berührtest meine Seele, mehr musstest du nicht geben.
Unmögliches wird möglich, das Paradoxon ist aufgehoben.
Dafür dank' ich dir, muss dich für deine Taten loben.
Doch ich habe geträumt, versäumt es dir zu sagen,
was du in mir bewegst - zurück bleibt wehes Klagen.
Ich habe alles verbaut, zerstört mein neues Leben,
halte es kaum aus, würd's am liebsten wieder geben.
Was hindert mich daran? Es ist ein Geschenk von dir.
Dieses Stück bleibt - behalte dein Leben bei mir.
Ich würde mich hassen, täte ich deine Gabe vergeben,
weil ich dich liebe, dieser Entschluss: ich bleibe am Leben!
Ich dachte, als Tod hätte ich alles gesehen, alles erlebt;
du zeigtest mir und lehrtest mich, was das Leben einem gibt.
Immer wieder sinniere ich dahin und überlege dann und wann,
warum meine Liebe zu dir und ich als Tod nicht sterben kann.
part 2
Du hast mir geholfen, holtest mich über den Horizont,
ohne dich hätt' ich es nicht geschfft, es nie gekonnt.
Doch es hat mich auch verletzt, es rinnt Blut,
von der einst leeren Stelle, und das macht mir Mut.
Wo mir fehlte mein Herz sprudelt es in Strömen,
der Tod kann wieder fühlen, das wird man mir nicht nehmen.
Es war kalt in mir, nun ist da so viel an Gefühl,
genieße es, will nie wieder sein wie einst, so kühl.
Meine Augen sind wieder zu, in deinem Schoß mein Gesicht,
ich fühle dich und deine Wärme, ich zeichne ein Gedicht.
Wieder träume ich von dir, meine Gedanken sind frei,
ob Traum oder Wirklichkeit ist einerlei.
Ich bin wieder Mensch, lebe und bin fähig zu träumen,
so bin ich nicht verdammt länger mein Leben zu versäumen.
Und ich träume wieder mit dir, unsere Gedanken sind frei,
ob Traum oder Wirklichkeit ist wirklich einerlei.
Wir werden Eins, es verschmelzen uns're Körper,
nun, das ist mein Leben, der Traum wird ewig stärker.
Ich träume unseren Traum, meine Gedanken sind frei,
ob Traum oder Wirklichkeit ist nun einerlei...
sweet pain
I'm suffering from that pain,
My life's a target I can't aim.
Sweet like twinkling stars above,
What I'm talking about? Talking about love.
It's so sweet - that ache,
Revenge I'm gonna take,
On my life's dark misery,
My feelings are a mystery.
I've been so stupid, such a fool,
No longer I wanna stay that cool.
Yes, I'll strike back,
Break my destiny's fucking neck.
Love is what I relearned to feel
And no one's able now to steal
My soul, my new life,
The focus is on that hive!
You are the one I'm living for,
You opened to my heart the door.
All the others should be aware,
You're the only one for whom I care.
I didn't recognized, wasn't able to see,
What would be now, where should I be?
If I had seen what happened between us?
No, I don't want to know, don't want to guess...
Otherwise I'd die from a broken heart,
Would be alone again, fall apart.
Because you're my love, my everything,
You're my queen, want to be your king.
When I look at you both,
I feel jealousy from toe to tooth.
I desire that he would be dead,
Can't get that thought outta my head.
I wish your great heart would be mine,
Whe it really began I can't define.
Wan't to get rid of your friend,
My pride I want to defend.
I won't give up my love to you,
So bright and sweet in such a hue.
What ever happens, for you I'll wait,
Please come to me, don't hesitate.
steiniger weg
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part 1
Stimmt es so, oder ist es anders? |
part 2
Ich liebe es, dich zu berühren,
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kopfschuss
Die Sonne tropft zur Tür hinein, weiter den großen Flur entlang, klettert hoch am schwarze nHosenbein, lässt sich nieder auf dem Gesicht. Das Auge blinzelt - Falten an der blauen Schläfe unterstreichen den eindrucksvollen Glanz der schwarzen Gewehrmündung. Ein dunkler Schatten kriecht hinein, wandernt durch den Lauf, bishin zur gold'nen Kugel.
Hinter ihr der Bolzen, weit gespannt, schnellt vor, schlägt ein. Ein Funke, eine kleine Explosion. Das Projektil schießt voran, immer näher kommt es dem Licht am Ende des Laufs, tritt aus, schnellt aus der Mündung. Durchdringt die Haut, drehende Wucht zerschmettert die Schläfe. Das Geschoss verformt sich, wird kürzer und dicker, treibt Gehirnmasse, so zart und weich wie Butter, voran. Mit seiner enormen Wucht reißt das Projektil ein großes Loch in die Schädeldecke.
Das Geschoss voran, das Hirn ihm nach, fliegt rasend schnell durch den Raum. Die Kugel vergräbt sich im Putz, das Hirn spritzt an die Wand. Ein rotes Muster mit rosa Spränkel verändert abwärtsfließend seine Form. Es erreicht das Licht, welches sich zurückzuziehen beginnt. Es geht die Wand hinunter, über die weißen Fließen. In den Fugen steht das Blut, ein kariertes Muster, gespeist von einer großen Lache. Das Licht wandert weitert zum Gesicht fahl und weiß, ein letztes Keuchen, der Mund spuckt Blut, die Augen sind weit aufgerissen.
Der tote Blick birgt Verzweiflung, grenzenlose Verzweiflung, wird trüb und trüber. Schritte sind zu hören, eine finstere Gestalt. Das Gewehr, zuvor so fest im Griff, entgleitet es Mörders Hand, geht hart zu Boden. Ein lauter Knall, ein Schuss hat sich gelöst, geht ins Leere. Die Schritte entfernen sich, verebben ganz, Ruhe kehrt ein. Plötzlich ist es totenstill, romantisch ruhig. Nur die Tür fällt noch noch ins Schloss. Mit einem Schlag ist der Kegel aus Licht Vergangenheit. Nun ist alles schwarz. Schwarz und still. Oh wie ich diese Ruhe liebe!
Ich will...
Ich will sein und nicht ein Leben lang sterben.
Ich will Rechte, aber nicht in der Demokratie versinken.
Ich will reden und nicht in der Stille ertrinken.
Ich will schreien und doch überhört werden.
Ich will flüstern und doch gehört werden.
Ich weiß nicht, was ich will...
eifersucht
Sie geh'n durch Mark und Bein.
Wünschte, du wärst bei mir,
Will nicht länger alleine sein.
Die Eifersucht hat mich gepackt,
Zerrt und reißt an mir.
Zerlegt mein Herz in tausend Fetzen,
Mit Krallen, wie ein wildes Tier.
Sie sagt mir Dinge, schlimme Sachen,
Leises Geflüster wird zu Gebrüll.
Dieser dunkle, böse Peiniger,
Ich hasse dieses dreckige Gefühl.
Die Worte brennen sich ins Fleisch,
Sie sagen, du liebst nur IHN.
Vorbei ist's mit sel'gem Frieden,
Meine Seelenruhe ist dahin.
Tiefe Furchen reiß' ich mir für dich ins Herz.
Was muss ich tun, um mit dir zu leben?
Ich wünschte mir, er wäre tot, nicht mehr da,
Wünschte, es würde ih nicht mehr geben.
An deiner Seite ist's dann ruhig und still,
Die Stimmen sind verstummt.
Angenehmes Wohlsein durchflutet mich,
Eine lieblich' Melodie wird gesummt.
Doch bist du fort, fängt das Gekreische wieder an,
Das grausame Gebrüll geht wieder los.
Es lässt mir keine Ruh', quält mich immer fort,
Denn Eifersucht entspringt der Liebe Schoß.
Noch ist nicht aller Tage Ende,
Meine Hoffnung gebe ich nicht auf.
Dass die Eifersucht durch dich versiegt,
Das ist der gewünschte Lauf.
Himmelschreiend stark der Schmerz,
Doch für dich halte ich ihm Stand.
Höre nicht auf zu leben und zu lieben,
Noch steh' ich nicht mit dem Rücken zur Wand.
Echo (inspired by "Cruel Intentions")
Wer bist du? Welch verbrog'nes Wesen?
Du zitterst, hast Angst - ganz gewiss.
Ich sehe es, kann's in deinen Augen lesen.
Man kennt sich erst kurz, noch nicht lange.
Doch sind wir uns nicht fremd.
Dich zu verlieren - mir wird ganz bange.
Du fasst Vertrauen, lernst mich kennen,
Schneller als mir lieb begräbst du Angst, Missfallen und Fremdheit.
Wollen wir das Kind doch beim Namen nennen:
Du tatest dies, spieltest, damit ich dich lieben mag,
Ich sollte dich nicht benutzen, verletzen wie die ander'n.
Eines wird mir klar: wir sind vom gleichen Schlag.
In deinen schwarzen Augen gibt's nur eines, das ich seh':
Eiskalte Berechnung und sicheres Kalkül.
Ich gebe zu, ich täuschte mich, und das tut weh.
Hinter das Lich geführt hast du mich -
Doch nur eines macht mich krank dabei.
Es ist der Grund - wofür? - ich liebe dich!
Warum bist du so grausam, lehrst mich so viel Leid,
Das Liebe in sich birgt, verstärkt, auslöst?
Es war leichter mit lieblicherem. Oh komm' zurück Hass und Neid!
Auch wenn vom gleichen Schlag wir sind,
Du tatest das, womit niemand hat gerechnet.
Machtest mich hilflos, zu einem schutzlos' Kind.
So lange spielte ich mich mit dem Feuer;
Nun hab' ich mich verbrannt.
Muss es büßen teuer!
Anfangs warst du interessant, begehrenswert -
Noch nie gefühltes brach aus, entflammte mich.
Doch alles geht vorbei - uns die Erfahrung lehrt.
Begierde wich Liebe - oh wie ich brannte!
Doch Liebe muss dem Hass bald weichen -
es war zu spät, dass ich's erkannte.
Eines bin ich mir nun gewiss:
Ich bin nuen bereit dich von ganzem Herzen zu hassen -
Und, dass Hass der Liebe nahe ist.