• gesellschaft: Rache H3CN: Ich empfinde Vergebung nicht als Rache. Es ist lediglich Höhe der Seele. Aber weiss Gott keine Rache.
    vor 2 Jahren und 4 Monaten. ·
  • DarkAgeProphet > gesellschaft: Rache Ich steh immer noch dazu
    vor 2 Jahren und 4 Monaten. ·
  • haribol > gesellschaft: Rache Ich glaube wenn einem was angetan wurde is die grösste Rache nicht zu verzeihen.
    vor 2 Jahren und 4 Monaten. ·
  • gesellschaft: Rache GermanFreeman: Isais-Gebote ...

    ZWEITES KAPITEL


    2.1

    Wisset:

    Das die Gefühle, die sollt

    ihr nicht kennen:

    Haß, Rachsucht, Vergeltungswut,

    Zorn, Neid, Mißgunst, Ärgernis,

    Streitsucht, Mißtrauen, Unduldsamkeit.

    Furcht niemals habt vor der

    Macht des Bösen.

    Und tut Schimpf keinem an.

    Denn all solches zeugt Finsternis.
    vor 2 Jahren und 4 Monaten. ·
  • ChironMcAnndra > gesellschaft: Rache Was für andere unnütz ist oder nicht, das hast ganz sicher Du nicht zu entscheiden ...
    Daher ist alles, was Du als für andere unnütz behauptest, im besten Falle scheinbar unnütz ...

    Auch hier ist es nicht an Dir, zu entscheiden, worin der Schaden besteht ... abgesehen von einer möglichen Geruchsbelästigung kann soetwas auch unerwünschtes Getier anlocken .... der Düngerfaktor kann den Pflegeplan umwerfen ... auch wenn Du Dir vielleicht nicht vorstellen kannst, daß daraus ein Schaden entsteht, solltest Du weniger darauf achten, anderen vorzuschreiben, was für sie relevant sein darf und was nicht, sondern stattdessen mehr an Deinem Vorstellungsvermögen arbeiten ...

    Chiron
    vor 2 Jahren und 5 Monaten. ·
  • Synthomesc > gesellschaft: Rache Es gibt wohl nichts reineres, nichts unantasbares wie Rache...Rache ist niemals Aggression, sie ist nicht Ursprung.... jeder Mensch hat das Recht auf Rache...und wer auch immer ihn daran hindern will sehe ich als Todesfolge die Selbstverteidigung als konform an.....
    vor 2 Jahren und 5 Monaten. ·
  • demokratieistunsinn > gesellschaft: Rache Ebenso ist es meine Sache ob ich mich über sie lustig mache

    Darum rede ich auch nicht von scheinbar.

    Beim ins Gras pinkeln?
    vor 2 Jahren und 5 Monaten. ·
  • ChironMcAnndra > gesellschaft: Rache Mag sein, daß Dich das nicht interessiert .... das ist Deine Sache ... aber wenn Dich etwas nicht interessiert, dann ist das noch lange kein Grund, daß es die anderen ebenso nicht zu interessieren hat ...

    Menschen, die sich über scheinbar unnütze Kleinigkeiten den Kopf zerbrachen sind maßgeblich dafür verantwortlich, daß heute nicht nur Arschlöcher was zu melden haben ...

    Der eigentliche Unterschied besteht darin, daß hier niemand außer Dir über Männlichkeit redet ... es geht nicht um Provokationen, sondern um konkret angerichteten Schaden ...

    Chiron
    vor 2 Jahren und 5 Monaten. ·
  • demokratieistunsinn > gesellschaft: Rache Und wen interressiert überhaupt, ob jemand auf meinen Rasen pinkelt? Würd ich ja selber machen hätte ich einen, wenn ich betrunken bin sowieso

    Soviele Menschen zerbrechen sich über so unnütze Kleinigkeiten den Kopf, wen wunderts dass soviele auf die Erkenntnis kommen die Welt sei ein Haufen von Proleten und Arschlöchern.
    Ich habs nicht nötig andere zu provozieren, und sollten andere es nötig haben mich zu provozieren fühle ich mich nicht etwa in meiner Männlichkeit beleidigt, vlt. ist das ja der große Unterschied.. "just love the world that won't love you back"
    vor 2 Jahren und 5 Monaten. ·
  • ChironMcAnndra > gesellschaft: Rache Auch dann sehe ich keinen Anlaß, hier eine Divergenz zu sehen ..... auch der gesunde Menschenverstand gehört für mich zu den Dingen, die untrennbar mit meinem Denken und Handeln verknüpft sind ...
    Was allerdings manchmal divergiert ist das, was nach meinem Ermessen richtig ist und das, was viele andere für richtig halten ... und zwar dann, wenn diese anderen es nicht deshalb für richtig halten, weil sie selbst intensiv darüber nachgedacht haben,, sondern weil sie sich einfach einer Mainstream-Überzeugung angeschlossen haben, ohne hinreichend darüber nachzudenken ...

    Das "auch" zeigt mir, daß Du mich nicht verstanden hast .... denn meine Prioritäten liegen nicht in einer friedlichen, sondern in einer richtigen Reaktion ... wenn mir verschiedene richtige Reaktion zur Verfügung stehen, wähle ich natürlich die friedlichste aus .... sollte das jedoch nicht der Fall sein, habe ich auch mit einer unfriedlichen kein Problem ... ich gehe an keinen Konflikt heran, mit der Vorgabe, zwangsweise nach einer friedlichen Lösung zu suchen ... solches Denken könnte nämlich verhindern, daß man eine richtige Lösung erkennt, weil sie nicht zur Vorgabe paßt ...

    Dann gehörst Du also zu denen, die selbst dann, wenn sie herausfinden, daß sich in ihrer Familie ein Massenmörder befindet, zu ihm halten und alles tun, damit keine gerechte Konsequenz ihn ereilt?
    Sorry, aber genau das sind die Grundlagen, die in früheren Zeiten - und mancherorts auch heute noch - blutige Familienfehden hervorgebracht haben ...
    Daß Blut dicker sei als Wasser, ist zwar physikalisch korrekt, daraus aber irgendwelche Konsequenzen abzuleiten, ist unsinnig ...
    Um mal bei Deinem Beispiel vom Rasenpinkler zu bleiben ... wenn die Familie des Rasenpinklers ebenso gestrickt ist wie Du, dann ist es denen egal, daß er auf Deinen Rasen gepinkelt hat ... wenn Du ihm deswegen auch nur ein Haar krümmst, rotten die sich zussammen und machen Dich fertig ... und nach Deiner Darstellung des Vernunft-Ausblendens ist das ja nur folgerichtig ....
    Deshalb ist für mich das Ausblenden von Vernunft ein Ding der Unmöglichkeit ... und jeder, der soo etwas zu seinen Charaktereigenschaften dazu zählt, gehört für mich zu den Menschen, denen ich nicht gern meinen Rücken zukehre, denn sie sind nicht verläßlich in ihrer Handlungsweise und man kann nie wissen, wann sie es für angebracht halten, einem ein Messer in den Rücken zu stoßen ...

    Sorry, aber das Wesen der Blutfehde ist es doch, daß sich jede Seite im Recht sieht ... daß jede Seite nichts weiter vor hat, als den jeweiligen Täter zur Rechenschaft zu ziehen ..... und gerade weil sie dabei die Vernunft ausblenden, wenn es um die ihren geht und das, was man ihnen angetan hat, wird jede solche "berechtigte" Vergeltung von der aanderen seite als einen Akt angesehen, der wiederum eine ebenso "berechtigte" Vergeltung erfordert ...

    Blutfehden enden immer erst dann, wenn entweder die eine Seite die andere völlig ausgelöscht hat, oder wenn eine Seite zur Vernunft kommt und denen unter den ihren, die ein Verbrechen begangen haben, sagen, "Ihr habt ein Verbrechen begangen und müßt nun dafür geradestehen - wir werden euch nicht beschützen, wenn ihr das nicht tut" ...

    Chiron
    vor 2 Jahren und 5 Monaten. ·
  • sintfluttaucher > gesellschaft: Rache Moral war vielleicht die falsche Wortwahl in dem Bezug, eigendlich wäre "gesunder Menschenverstand" das Richtige gewesen. Es stimmt schon, das Moral und Rechtschaffenheit ohne einander wenig Sinn ergeben. Was gesellschaftlich als Moral gilt, ist weder für mich von Belangen, noch für die Gesellschaft. Wie gesagt besitzt jeder Mensch verschiedene Denkweisen, was auch der Grund ist, weshalb die halbe Welt Wasser predigt, aber Wein trinkt. Gelebt wird die eigene Moral, vorgekaukelt wird die kollegtive.

    Du darfst mich hier auch nicht falsch verstehen. Ich bin auch ein Mensch, der bei einen Konflikt den friedlichen Ausgang bezwecken will, keine Frage. Doch manchmal wird jeder Mensch in Situationen kommen, wo es heisst: entweder er, oder du. Und im Zweifelsfall ist eben nicht mit mir zu spaßen wenn sich jemand gegen meine Freunde/Familie/mich wendet und dabei ein unbereinigbarer Konflikt entsteht. Da wird die Vernunft teils ausgeblendet, und die Vergeltung ist am Zug. Allerdings wird es nie MEHR als eine Vergeltung sein. Mir geht es nicht darum, eine Blutfehde aufrecht zu erhalten, nur darum, den/die Täter zur Rechenschaft zu ziehen, in erster Linie auf fairem Wege, wenns sein muss allerdings auch unfair.
    vor 2 Jahren und 5 Monaten. ·
  • ChironMcAnndra > gesellschaft: Rache Da hast Du mich gründlich mißverstanden .... es geht nicht darum, Emotionen zu kontrollieren ... das dürfte ohne jahrelanges Training ohne soonstige Betätigung annähernd unmöglich sein ... es geht lediglich darum, zu verhindern, daß die Emotionen die Kontrolle übernehmen, sodaß man etwas tut, was man aus vernünftiger Sicht nicht verantworten möchte ...
    Emotionen überrollen einen ... das ist eben das Wesen von Emotion ... wenn mir jemand weh tut, dann kann ich nichts gegen den emotionalen Reflex tun, der mich wünschhen läßt, diesen Schmerz zurückzugeben ... ebenso wie ein emotionaler Reflex dazu auffordert, Gegenstände zu zertrümmern, wenn ich etwas nicht richtig hinbekomme ... gegen diese Impulse kann ich nichts tun .... sie gehören nunmal zu meinem Dasein als Mensch ... aber ich kann verhindern, daß diese Impulse oberhand gewinnen und mein Handeln bestimmen, indem ich sie zulasse und beobachte, wie sie verpuffen ... denn ich habe keinen Bedarf für derartig dumme Aktionen ...
    Wenn ich jedesmal meinen PC zertrümmern würde, wenn ich in einem Geschicklichkeitsspiel einen falschen Zug mache, müßte ich meine Wohnung als Schrottplatz deklarieren ...

    Was ist daran eitel?
    Wenn es eitel wäre, dann das richtige zu sagen, wenn man es tun kann und es, um nicht eitel zu erscheinen, nicht täte, dann würde immer nur das falsche gesagt werden ...
    Berechtigter Stolz ist an sich keine Schwäche ... und deshalb erzeugt dieser Vorwurf nichtmal einen emotionalen Impuls, den ich verpuffen lassen müßte ...
    Meine wirklichen persönlichen Schwächen kenne ich dagegen gut genug, um damit umgehen zu können ... und gehe damit nicht hausieren ...

    Das verstehe ich nicht ... für mich sind Rechtschafffenheit und Moral untrennbar miteinander verbunden ... denn meine Moral ist keine Blindkopie dessen, was gesellschaftlich als moralisch anerkannt ist, sondern ein Ausdruck dessen, was ich persönlich für richtig halte ...
    Die öffentliche "Moral" dagegen ist für mich allenfalls Anlaß zur Belustigung ...

    Chiron
    vor 2 Jahren und 5 Monaten. ·
  • sintfluttaucher > gesellschaft: Rache Ich kenne persönlich nicht EINEN Menschen, der es gänzlich schafft, seine Emotionen zu kontrollieren. Es zu versuchen ist aber zumindest ein edler Zug. Doch so wie jeder Mensch gewisse Schwächen aufweist (so wie auch du in irgendweiner Weise, ohne es dir einzugestehen wollen *Eitelkeit?*), ist es bei mir der Sinn für Rechtschaffenheit, der meine Moral schwinden lässt. Ob das nun Sinn oder Unsinn macht sei dahingestellt, auch ob es sich in meinem Leben auch mal wirklich als Fehler erweist. Denn bislang waren die paar "Vergeltungsschläge", die ich in meinem Leben vollzogen habe eindeutig gerechtfertigt.- Denn um mich zum Feind zu haben, muss man schon ORDENTLICH ins Fettnäpchen treten, denn im Grunde bin ich ein sanftes Gemüt. Doch wie heisst es so schön: Reize nie einen Elefanten.....
    vor 2 Jahren und 5 Monaten. ·
  • ChironMcAnndra > gesellschaft: Rache Dann ist er eh ein armes Würstchen, da er auf ehrliche Art offensichtlich nicht zum Zuge kommt ... auf Dauer wird er so nicht weit kommen ...

    Ich habe genau so Emotionen, wie jeder andere Mensch ... nur lasse ich mich davon nicht kontrollieren ... klar würde mich das ärgern, aber das bedeutet ebensowenig, daß ich ihm nun meinerseits eine reinwürgen muß, wie ich sofort jede Frau bespringen muß, die mir gefällt ... Vernunft bedeutet u.a. auch, daß man Emotionen wahrnimmt, aber den Kopf entscheiden läßt, wie man reagiert ...

    Ebensogut könntest Du sagen, "geh mal davon aus, daß Du ohne Kopf zur Welt gekommen bist" ... man hat IMMER eine Wahl ... manche Menschen ziehen es jedoch vor, blindwütig ihre Emotionen auszuleben und zu behaupten, sie hätten ja schließlich keine andere Wahl gehabt ...

    Ich halte Rache - wie schon gesagt - für eine sehr negative Angelegenheit ... eine, die den Charakter des Rächenden kaputt macht ... ich bin mir selbst viiel zu viel wert, um mir auf diese Weise selbst nachhaltigen Schaden zuzufügen ...
    Was ich vielleicht tun würde, wäre der Versuch, hie und da ein Aufzeichnungsgerät zu verstecken und iihn zu einem erneuten Geständnis zu bringen ... allerdings würde ich das auch nur dann tun, wenn mir durch die Angelegenheit ein signifikanter Schaden verursacht wurde ... etwa eine ausgebliebene Gehaltserhöhung/Beförderung/o.ä. ... und auch dann ginge es mir nicht um Rache, sondern lediglich darum, das zu bekommen, was mir zusteht ...

    Egal, was ich tun könnte ... nichts davon würde das gepinkelte rückgängig machen ... wenn aber jemand versuchen sollte, erneut auf meinen Rasen zu pinkeln, könnte es sein, daß ich in der Zwischenzeit eine Starkstromleitung verlegt habe ...

    Chiron
    vor 2 Jahren und 5 Monaten. ·
  • sintfluttaucher > gesellschaft: Rache Lass uns das mal zu Ende denken. Nehmen wir mal an, dieser Knilch machte dies einfach aus dem Grund heraus, weil du eine bessere Position beim Firmenvorstand hast als er und du bist der Einzige, bei dem er es tat und es bleibt auch bei dem einen Mal. Du hast keinen Beweis, alle Indizien deuten auf dich hin, bis auf sein Geständnis und sein andauerndes blödes Grinsen, wenn er zu denken scheint: "Ich bin der Gewinner"

    Lässt DICH sowas kalt? Na das will ich sehen. Gehen wir mal davon aus, das du keine andere Wahl als "Auge um Auge" hast: Würdest du dich rächen, oder es bis zum Ende auf dir sitzen lassen? DAS ist es, was ich wissen möchte. Lässt du dir auf den Rasen pinkeln, wenn es keine zu 100% moralische Lösung dafür gibt?
    vor 2 Jahren und 5 Monaten. ·
  • ChironMcAnndra > gesellschaft: Rache Dann schreibst Du einen Bericht dazu, in dem Du alle Fakten, Begebenheiten mit Datum niederlegst ... und gehst dann nach anderen Kollegen suchen, die ähnliches berichten können ... denn wer sich solche "Späße" erlaubt, macht sowas nicht nur bei einem und nicht nur einmal ... solche Leute sind Triebtäter ... und wer sich seinen Trieben unterwirft, wird dadurch angreifbar ... irgendwann wird sich ein Beweis ergeben ... und dem legst Du dann Deinen Bericht bei ...
    Ein Geständnis unter 4 Augen ist nämlich nichts wert .... nichtmal für Dich selbst .... es gibt nämlich genug Irre auf der Welt, die - um sich interessant zu machen, oder andere zu schützen - Dinge gestehen, an denen sie gar keinen Anteil hatten ...

    Chiron
    vor 2 Jahren und 5 Monaten. ·
  • sintfluttaucher > gesellschaft: Rache genau davon schreibe ich ja hier die ganze Zeit? Ist das denn so schwer zu begreifen?

    Um nochmal zum Beispiel mit dem Arbeitskollegen zurück zu kommen. Nehmen wir mal an du WEISST das er es war, da er selbst es dir gesagt hat. Somit wissen nur du und er die Wahrheit...was dann?
    vor 2 Jahren und 5 Monaten. ·
  • ChironMcAnndra > gesellschaft: Rache Wenn es keinen Beweis dafür gibt, dann hätte ich meinem eigenen "Wissen" gegenüber ebensoviel Mißtrauen, wie ich allen anderen mißtraue, die behaupten, Dinge zu "wissen", obwohl sie es nicht beweisen können ...
    Solches "Wissen" ist keines, sondern es sind nichts weiter als Mutmaßungen ...
    Und jemanden auf Grund von Mutmaßungen zu bestrafen ist schändlich ...

    Ich verzichte lieber mal auf mein Recht, als daß ich das Riciko eingehe, jemanden fälschlich zu beschuldigen ...

    Wenn Du mit Moral lediglich die öffentliche Moral meinst, dann hast Du wohl Recht ... aber die ist für mich auch nicht maßgeblich ... nur der dämliche Bodensatz der Menschheit hält diese Moral für richtig ...

    Gott hat mit dieser Entwickklung ganz sicher nichts zu tun ... also gebührt ihm auch kein Dank dafür ...
    Und die soziale Machtpolitik innerhalb der patriarchalischen Gesellschaft als Moral auszugeben, ist reichlich obszön ...

    Möglicherweise würde ich in anderen Kategorien denken ... wenn ich ohne Schulbildung aufgewachssen wäre, würde ich sicher auch viel weniger schreiben ... und wenn ich analphabet wäre, würde ich mich gar nicht hier rumtreiben ... es gibt durchaus "Was wäre wenn"-Spielchen, die einen Sinn ergeben, weil man damit etwas zeigen kann ... dieses hier ist jedoch völlig nutzlos, da es verallgemeinernd total an der Sache vorbeigeht ... auch in arabischen Ländern leben Menschen, die über die kleingeistigen Moralvorstellungen der drögen Mehrheit hinausblicken ... das allein schon ist Beweis genug (selbst dann, wenn es nur wenige solche Menschen gäbe) um den Schluß "Wer in diesen Ländern lebt, denkt eben so wie die dort" als Fehlschluß herauszustellen ... und da ich mich hierzulande von allem möglichen Ballast an vorgekäuten "So soll es sein"s gelöst habe - auch ohne, daß mir jemand vorgemacht hat, wie das geht - sehe ich keinen Grund, weshalb mir das in einem anderen Land nicht ebenso hätte gelingen sollen ... natürlich beeinflußt einen die Gesellschaft ... aber wer den Wert vernünftigen Denkkens begreift, kann sich den Klischees und Lügen eben dieser Gesellschaft auch entziehen und sie durchschauen ...

    Ich hege kein gesteigerters Interesse danach, unbedingt Hund zu essen .... aber wenn ich in China bin (oder in einem anderen Land, in dem Hunde gegessen werden) und man würde mir als Gast soetwas anbieten, dann hätte ich keinerlei moralische Bedenken, es zumindest zu versuchen ...

    Eben ... es ist das Wegschauen, um das es dabei geht ... das nur-ja-nicht-gegen-den-Strom-schwimmen, das Verbrecher in ihren Treiben unterstützt ... gleichgültig, ob es sich dabei um illegale Dinge dreht wie etwa bei der Mafia oder um (zumindest formal) legalisierte wie bei den Nazis damals, macht keinen wirklichen Unterschied ... wer unter dem Deckmäntelchen der Moral verbrechen begeht, gehört zum Bodensatz ... und sollte auch so behandelt werden ...

    Wenn das wahr wäre, dann hätte sich nie eine andere Vorstellung etablieren kömnnen ... allein schoon die Tatsache, daß wir über dieses Thema diskutieren, beweist, daß es eben auch schon unter solchen Barbaren Leute gab, die weiter dachten als bis zu ihrem nächsten Raubzug ...

    Chiron
    vor 2 Jahren und 5 Monaten. ·
  • sintfluttaucher > gesellschaft: Rache @Chiron

    Und was, wenn nur du weist, welcher Kollege diese Bilder in die Präsentation geschummelt hat aber es nicht EINEN Beweis dafür gibt und er es so geschickt eingefädelt hat, das jeder davon ausgeht es sei auf deinen Mist gewachsen? Was dann? Was, wenn die Beweiserhebung scheitert? Steckst du dann zurück und wirfst gebäugten Hauptes das Handtuch?

    Und klar ist Moral anerzogen. Ich weis ja nicht, wieviele Orte dieser Welt du schon besucht hast, aber ich kann das aus Erfahrung bestätigen. In manchen arabischen Ländern ist es wie du weist normal, das eine Frau weitaus weniger wert ist als ein Mann. - Bei uns ist das gottseidank anders, aber würdest du darüber genauso denken wenn du dort aufgewachsen wärst und diese Art von Erziehung genossen hättest? Du würdest es moralisch vielleicht auch nicht übers Herz bringen, einen Hund zu essen. -Die Chinesen lassen ihn sich schmecken.

    ....Moral ist also sehr wohl eine Frage der Umgebung, in die man reinwächst. Ob man so etwas wie Völkermord moralisch jemals toleriert hat ist die eine Frage, ob man einfach nur weggeschaut hat, weil man machtlos war die andere.....
    Wenn wir in nem Barbarenstamm aufgezogen worden wären, die täglich andere Dörfer überfallen und ausrotten, würde unser Sinn für Moral auch gleich von Genurt an ziemlich abstumpfen, soviel sei Gewiss
    vor 2 Jahren und 5 Monaten. ·
  • ChironMcAnndra > gesellschaft: Rache Das ist lediglich Rache als Motiv aus der Sicht der Strafverfolgung ... das hat nichts mir dem allgemeinen Prinzip der Rache zu tun ...
    Wenn Du einen Kollegen hast, der sich gerne widerliche Späße erlaubt, wie etwa in eine Präsentation, die Du vor wichtigen Kunden halten sollst, ein obszönes Pornobildchen einzuschmuggeln - oder gar die Karikatur eines dieser Kunden (alles schonmal passiert, wenn auch zum Glück nicht mir), dann kann man den Weg der Gerechtigkeit gehen und dafür Beweise ssammeln, die zu einer Abmahnung führen (oder, falls der Kollege schon mehr als einmal abgemahnt wurde, zu seiner Entlassung) ... oder man kann sich an ihm Rächen, indem man selbst genau so handelt, um ihn seinerseits irgendwann auflaufen zu lassen ... doch im Gegensatz zum Beweise sammeln erniedrigt die Rache denjenigen, der sich rächt, denn worin unterscheidet er sich dann von dem anderen? Nur dadurch, daß er es aus einem nachvollziehbaren Grund getan hat? Der andere hat ggf auch nachvollziehbare Gründe gehabt ... ist ggf nur am Ziel vorbeigeschossen ... in meinen Augen ergibt sich aus einem Gefühl des Schmerzes kein Recht, selbst ebenso zzu handeln ... die Gerechtigkeit verlangt, daß der, der die Konsequenzen ausführt, andere Beweggründe haben muß als der, der das Verbrechen verübt hat ...

    Die Aktuelle Gesetzeslage argumentiert natürlich immer aus der Ecke des Selbstverständnisses der Justiz heraus, die das Recht auf gewaltsame Maßnahmen immer nur staatlichen Organen zubilligt ...

    Das entbindet Dich jedoch nicht von der Pflicht, das, was Du darlegen willst, sachlich richtig zu begründen ... Beisppiele aus der Vergangenheit sollen nicht inhaltlich ins heute übertragen werden, sondern sie dienen dazu, aufzuzeigen, was mögliche Konsequenzen sein können, wenn prinzipielle Überlegungen unterstützt werden auf eine Weise, die sachlich eben nicht richtig ist ...

    Nein, natürlich kann ich das nicht wissen ... aber was ich weiß ist, daß mein heutiges Ich mein damaliges Ich, so ich denn damals gelebt und zu einem Mitläufer geworden wäre, kein bißchen weniger verurteilen und als dämlichen Hund bezeichnen würde wie jeden anderen ...
    Wenn ich damals geboren worden wäre, wäre ich niemals zu demselben Ich geworden, das ich heute bin ... daher sind Zeit und Umstände der Geburt eines Menschen und sein Werdegang niemals eine Entschuldigung für seine späteren Taten ...

    Das ist Blödsinn ... ich habe nie einen Massenmord erlebt ... dennoch kann ich sehr wohl soetwas verurteilen ... der Versuch, etwas so darzustellen, als könne nur jemand, der dabeigewesen ist, Urteile fällen, ist nur der Versuch, Rechtfertigungen durchzudrücken, die die überwwiegende Anzahl der Menschen als urteilsbefähigt ausschließen ... das aber ist genau das Ziel beispielsweise von Massenmördern ..... die glauben nämlich, wenn sie alle Beteiligten aus dem Weg geräumt haben, ist irgendwann niemand mehr übrig, der das Recht hätte, über sie zu urteilen ...

    Genau deshalb lege ich großen Wert auf sachliche Richtigkeit auch bei prinziiellen Überlegungen ... denn was sachlich falsch ist, kann moralisch nicht richtig sein ...

    Chiron
    vor 2 Jahren und 5 Monaten. ·
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