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    Anklagen gegen Israel .... ...wegen Kriegsverbrechen erwartet. Zu Recht!?
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  • gesellschaft: Anklagen gegen Israel .... Cthulhu: beitrag aus eigeninitiative gelöscht...
    vor 3 Jahren und 3 Monaten. ·
  • gesellschaft: Anklagen gegen Israel .... ChaosLegion: Was mich mal ernsthaft interessieren würde, wann die da jetzt mal zu einer Einigung kommen, die morden sich ja wahrscheinlich noch in 2000 Jahren, die haben alle nen Knall in der Schüssel.
    vor 3 Jahren und 3 Monaten. ·
  • Reisender7 > gesellschaft: Anklagen gegen Israel .... Wie in allen Kriegen sind besonders Kinder die Leidtragenden. Im Shifa-Hospital in Gaza-Stadt sprechen behandelnde Ärzte von unbekannten Verletzungen durch neuartige Waffen. Angeblich verbluten Kinder innerlich. Da Israel den Amis sehr nahesteht könnten neuartige Hightech-Waffen zum Einsatz gekommen sein.

    Bin mal gespannt, kommt ja soundso raus
    vor 3 Jahren und 3 Monaten. ·
  • DarkAgeProphet > gesellschaft: Anklagen gegen Israel .... Halte ich ebenfalls für ziemlich wahrscheinlich. Wenn man sich dass so ansieht, dann kommt man einfach nicht um den Eindruck herum dass bestimmte Gruppierungen einfach keinen Frieden haben wollen.
    vor 3 Jahren und 3 Monaten. ·
  • unit > gesellschaft: Anklagen gegen Israel .... Ich habe meine Meinung zur ursprünglichen Frage bereits geschrieben.
    Der ganze Konflikt ist aber sehr viel komplizierter...
    Ca. 1500 v. wanderten israelitische Stämme in Palästina ein.
    70 n. wurde Jerusalem durch die Römer zerstört und es kam zur Dispora, der weltweiten Zerstreuung der Juden. Palästina wurde in der Folge immer mehr zum Siedlungsraum der Araber.
    Im 19. Jahrhundert begann der Zionismus, die jüdische Bewegung einen eigenen Staat in der Heimat Palästina zu errichten, welches aber seit dem 16. Jahrhundert Teil des Osmanischen Reiches war. Im Ersten Weltkrieg kämpfte Großbritannien gegen die Osmanen mit der Unterstützung der Juden, weil Großbritannien den Juden eine nationale Heimstätte versprach. Nach dem zweiten Weltkrieg löste sich das Osmanische Reich auf und Palästina wurde britisches Mandatsgebiet, mit dem Auftrag , jüdischen Einwanderern Siedlungsgebiete zu geben. Der jüdische Einwanderungsstrom verstärkte sich, v.a. nach 1933 und es kam zu bürgerkriegsähnlichen Zusammenstößen zwischen Juden und Arabern. Es gibt zwar plästinensische Autonomiegebiete (nicht von allen Staaten anerkannt und von Israel besetzt).
    Das Gebiet sollte geteilt werden und dementsprechend kam es 1947 zum Teilungsbeschluss der UNO, den die Araber strikt ablehnten. 1948 wurde der Staat Israel gegründet.

    Das ist das Geschichtliche, aber betrachten wir einmal die menschliche Seite bei der Sache.
    70 n. kam es zur Dispora, eintausendachthundert Jahre später möchte man dies wieder rückgängig machen. Ohne Partei ergreifen zu wollen, aber das ist verdammt viel Zeit. Versetzen wir uns einmal in die Lage. Da gab es Kriege usw. und plötzlich soll jemand Land, auf dem schon seine Vorfahren lebten, verlassen müssen, weil vor 1800 Jahren hier einmal jemand gelebt hat und das so entschieden wurde.
    Und weil sich dieser Jemand weigert, wird ihm sein Land weggenommen (Einwanderungsstrom).
    Ich wäre darüber nicht gerade glücklich.

    Natürlich hatte dieser Konflikt von Anfang an religiöse Hintergründe (Jerusalem usw.), aber mittlerweile wird Religion immer mehr zum Instrument in diesem Konflikt. Selbstmordattentäter haben ein religiös-indoktriniertes Motiv. Und ich glaube, dass dies in einer anderen Form auch für die Gegenseite gilt.
    Meiner Meinung nach geht es Isreal um politische Macht und der Hamas und anderen terroristischen Vereinigungen nicht mehr wirklich um politische Grenzen, sondern um Gewalt (den Palästinensern geht es sehr wohl um Gerechtigkeit). Diese Gruppen haben nur noch die Gewalt, sie hat im Laufe der Jahrzehnte eine Eigendynamik entwickelt. Was ich damit meine ist, dass wenn man den Terroristen den Terror nehmen würde, ihnen kein Lebenszweck bleiben würde.

    Jede Annäherung an den Frieden zwischen Palästinensern und Israelis ist ihnen ein Dorn im Auge und es folgt der nächste Anschlag, weil ihnen Frieden "weh tut". Worauf Israel die Friedensverhandlungen einfriert, zurückschlägt und alles geht von vorne los. Falls es jemals Frieden im Nahen Osten geben sollte, glaube ich nicht, dass wir den noch erleben werden und ich glaube, dass es leider noch sehr viele Zwischenfälle, wie diesen, geben wird.
    vor 3 Jahren und 3 Monaten. ·
  • gesellschaft: Anklagen gegen Israel .... CherryLeoKitty: Solltet Ihr diesen Kackton hier beibehalten, mach ich das Thema nächstes Mal ohne Vorwarnung dicht. Entweder Ihr schafft es zu diskutieren, OHNE Euch zu beleidigen oder Ihr lasst es.
    vor 3 Jahren und 3 Monaten. ·
  • penalty > gesellschaft: Anklagen gegen Israel .... Du hast doch nur was gegen Israel, weil die Tora angeblich Frauen benachteiligt, wie du bereits geschildert hast. Wer soll das ernst nehmen? Aber um dich zu beruhigen, es gibt durchaus genug Menschen, auf deren Meinung ich Wert lege und mit denen ich schon gute Diskussionen geführt habe, keine Angst.
    vor 3 Jahren und 3 Monaten. ·
  • gesellschaft: Anklagen gegen Israel .... SilvieausMarzahn: Artikel zum Thema: http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/archiv/.bin/dump.fcgi/2009/0116/seite3/0001/index.html

    anstatt das thema zu schließen, entferne ich themenfremde beiträge. beleidigungen und co. gehören hier nicht hin. cherry
    vor 3 Jahren und 3 Monaten. ·
  • ChironMcAnndra > gesellschaft: Anklagen gegen Israel .... Es würde mich nichtmal wundern, wenn die Terroristen, die diese Raketen abfeuern, sogar heimlich von israelischen Kriegstreibern finanziert werden würden ...

    Chiron
    vor 3 Jahren und 3 Monaten. ·
  • ChironMcAnndra > gesellschaft: Anklagen gegen Israel .... Was ist daran polemisch?
    Es ist eines der grundlegendsten Prinzipien anarchistischen Denkens, daß der Wille anderer zu respektieren ist, solange dessen Umsetzung nicht die Rechte uneteiligter gefährdet ... auch dann, wenn dieser Wille am Ende nur unsinnige Ergebnisse hervorbringt ...
    Ich unterstelle den Leuten nichts, sondern ich sehe was sie tun und höre was sie sagen ... und ich weiß, daß die Palästinenser auf gar keinen Fall in der Lage sind, sich ohne Staat dem fortgesetzten Zugriff Israels zu entziehen oder zu widersetzen ...
    Wie in allen Dingen sehe ich diese Situation keineswegs ideologisch, sondern rein pragmatisch ...

    Der Großteil der Weltbevölkerung ist, was die Probleme anderer Länder betrifft, mehrheitlich blind, taub, stumm und dumm ... nicht etwa, weil sie nicht zu mehr fähig wären, sondern weil sie einfach keine Lust haben, sich mit soetwas zu befassen .... daher verbringen sie einfach zu wenig Zeit damit, über solche Themen richtig nachzudenken ...

    Aber genau dasselbe galt vor mehr als ewinem halben Jahrhundert für Israel gleichermaßen ... schließlich war das zuvor eingesamtes Land ... nur haben die Israelis ihren Staat ausgerufen und haben seither die Bedingungen festgesetzt ... sie haben überall da, wo es ihnen npützte, die TRaditionen in den Wind geschossen und mit europäischhen Vorstellungen argumentiert ... und überall da, wie sie europäische Vorstellungen als hinderlich ansahen, haben sie auf ihre Traditionen gepocht ...
    Strategisch excellent ... wenn man auf die Skrupellosigkeit einer macchiavellistischen Politik steht ...
    Ich sehe es als ungleichbehandlung an, wenn man der einen Seite etwas zugesteht, das man der anderen Seite mit der Begründung verwehrt, sie sei eben noch nicht reif dazu .... besonders dann, wenn genau dieser Umstand der (vorgeblichen) Unreife es dem Gegner erlaubt, diesen Zustand der Unreife auf Dauer zu gewährleisten, indem er jede Anstrengung, etwas zu erreichen, mit Stumpf und Stiel ausmerzt ...

    Warum sollte das Vorbedingung sein?
    Es gibt haufenweise andere Staaten, deren Souveränität sehr wohl anerkannt sind und die dennoch anders denkenden gegenüber intolerant auftreten ... ich sehe also nicht, weshalb man den Menschen in diesem Fall etwas verweigern sollte, das man anderswo gestattet ...
    Wäre das der Maßstab, dann hätte es in Deutschland und auch in Österreich keine Demokratie geben dürfen mit dem Hinweis auf die Vergaangenheit des letzten Krieges, die ja zeiigt, daß "wir" zur Demokratie gar nicht fähig sind ... und im gesamten Ostblock hätte man krampfhaft am Sozialismus festhalten müssen .... da ja deren Vergangenheit ebenso eine Hinwendung zu einer freieren Gesellschaftsform gar nicht gestatten würde ...
    Ich kann Deiner Darstellung also keineswegs zustimmen, da sie auf einer eher konservativen Denkweise beruht, die Veränderungen erst zuläßt, wenn man die Fähigkeit zu diesen Veränderungen unter beweis stellt, was jedoch durch das Nichtzulassen eben dieser Veränderungen unterbunden wird ...

    Deine Vorstellung von Demokratie scheint einen Diktator zzu bedingen, der grundsätzlich eine demokratische Wahl zuläßt, sich dann aber, wenn er das Ergebnis nicht für gut hält, einfach darüberhinwegssetzt und gegen die demokratische Entscheidung agiert ... solange, bis diese wieder Ergebnisse in seinem Sinne zustandebringen ...
    Common sense kannst Du nur von einer Gesellschaft erwarten, deren Bürger sich in die Politik aktiv einbringen ... das jedoch wirst Du nur da bekommen, wo man dies den Bürgern auch immer und überall erlaubt ... Veernunft gedeiht nur auf einem Boden, der grundsätzlich auch Unvernunft zuläßt ... wo dies nicht der Fall ist, verkümmert sie ... genau das ist ja die Strategie der Anhänger einer immer stärkeren Staatlichkeit: sie versuchen, den Bürgern die Fähigkeit zur persönlichen Vernunft abzugewöhnen, damit sie dann "beweisen" können, daß all die Regelungen "notwendig" wären ...

    Sie ist sicherlich nicht hinreichend, aber sie ist notwendig ... ohne diese Voraussetzung braucht man gar nicht erst anzufangen, denn sie ist Teil des Fundaments, auf dem eine vernünftige Gesellschaft aufbaut ... und ebenso wie kein Haus sicher ist, wenn im Fundament notwendige Elemente fehlen (die man nachträglich nicht mehr einbauen kann!), kann man auch keiine vernpüünftige Gesellschaft erwarten, wenn man ihr diese grundlegenden Voraussetzungen verweigert ...

    Ich seh das genau andersherum ... ich halte die Idee "Da ist ein Gebiet, das von Staaten umgeben ist, die alle ihre Grenzen haben; dort existiert kein Staat, also kann mit dem Gebiet jeder machen was er will, weil die Bevölkerung ohne Staat hat nunmal nichts zu sagen, wenn die Nachbarn mittels ihrer Staatsgewalt etwas von ihnen fordern" für imperialistisch ...
    Was geht es denn irgendjemanden an, was innerhalb eines Gebietes von den Leuten, die dort berechtigterweise wohnen, geschieht? Ganz besonders, solange sich keiner von denen, die dort berechtigterweise leben, darüber anderswo beschwert?
    Das geht andere Leute erst dann etwas an, wenn aus diesem Gebiet heraus andere Leute in anderen Gebieten zu Schaden kommen ...
    Da sich Israel nicht an die Grenzziehung hält, sondern dreist Siedlungen bauen und sichern läßt auf Land, das ihnen nicht gehört und Grenzzäune auf fremdem Territorium baut, sind die es, die in der Bringpflicht stehen ... und erst dann, wenn sich der letzte Israeli aus palästinensicchem Gebiet davongemacht hat (sofern er sich nicht privat und mit vertraglicher Erlaubnis der dort berechtigt lebenden Menschen dort aufhält), ist eine Aggression seitens der Palästinenser als Angriff zu bewerten ... solange dies nicht der Fall iist, bleibt es eine Verteidigung ...

    Wenn Du mit dem Auto nach Frankreich fährst, erwartest Du auch, daß dort zivilisierte Menschen leben, die Deine Rechte respektieren und daß deren Regierung dies sicherstellt ... wenn dann eine Demo eskaliert und dabei auch Dein Auto angezündet wird ... bedeutet das gleich, daß die französische Regierung nicht als tatsächlich legitimiert hätte angesehen werden dürfen?
    (Anarchistisch gesehen ist das im Übrigen tatsächlich so, da sich hierin deutlich zeigt, welchen Wert eines solche Legitimation hat - eein Zweifel, der für jede beliebige Regierung/Staatsform gleichermaßen gilt ... aber das ist ein andere Thema)

    Und was hat das für eine Bewandnis? Demzzufolge war auch die Anerkennung Israels ein imperialistischer Akt ... und im Grunde die Anerkennung der meisten Staaten dieser Erde ... welche Konsequenzen ergeben sich daraus? Kann es gerecht sein, in diesem Einzelfall etwas zu beachten, was sonst überall ignoriert wird? Damit hätte man auch Slowenien und Kroatien nicht anerkennen dürfen und ebensowenig die meisten anderen Staaten, die seither anerkannt wurden... es wäre höchst unfair, ausgerechnet bei Palästina eine Ausnahme zu machen ...

    Nicht der Konflikt ist das notwendige Übel, sondern die Anerkennung der Rechte der Menschen dort ... der Konflikt existiert nur deshallb seit dieser Zeit, weil ihnen eben diese Rechte die ganze Zeit über vorenthalten werden ...

    Und ich wünsche mir Lösungen, die gerecht sind und ohne ideologische Festlegungen durchgezogen werden ... wenn dies etwas Gewallt erfordert, habe ich dabei auch keine Bedenken ... denn Gewalt haben wir in dieser Region schon viel zu viel ... da kann also nicht viel schlimmer gemacht werden ...

    Chiron
    vor 3 Jahren und 3 Monaten. ·
  • Reisender7 > gesellschaft: Anklagen gegen Israel .... Was nun Staat genannt werden darf oder was nicht sei mal dahingestellt. Jedenfalls funktioniert Israels Militär staatlich und ein "herkömmlicher" Krieg ist machbar. Allerdings hat das gegen Terror noch niemals wirklich funktioniert.

    Und wenn in Waffenstillstands-Verhandlungen weiterhin Raketenangriffe auf Israel laufen stellt sich für mich keine Schuldfrage sondern die eines Verhandlungspartners. Sind die Araber überhaupt vertreten von Abbas und Kollegen? Oder sind die Raketenangriffe doch von Terroristen die ganz andere Absichten haben?
    vor 3 Jahren und 3 Monaten. ·
  • penalty > gesellschaft: Anklagen gegen Israel .... @ Chiron
    Da ich deine Beiträge nicht ganz lesen kann und dich auch als Diskussionspartner nicht schätze, ist es unmöglich auf sie einzugehen.
    Nicht dein Problem - richtig. Es ist dir egal - bestens.

    @ BruderLustig
    Ich mag deine diplomatischen Ansichten sehr. Da ist man gleich bereit einen Schritt zurückzutreten und die Emotion beiseite zu schieben (ich mache eben auch Fehler, klar).
    Meinetwegen kann Israel Gebiete abgeben und von dort abziehen. Mein grösster Wunsch wäre dauerhafter Frieden im nahen Osten, auf der ganzen Welt. Nur hängt das eben nicht von mir ab...
    Sorry, wenn das etwas am eigentlichen Thema vorbeiführt, ich wollte das aber auch kurz klarstellen. Bin ja nicht die einizge, die vom Thema abweicht. Zudem ist eh klar, dass so ein Thema Hintergründe und mehrere Aspekte hat, die man eben erwähnen muss, wenn man weiter darauf eingeht.
    Wenn man meint, Israel wegen Kriegsverbrechen anzuklagen, dann soll man das eben tun. Ich muss das zum Glück nicht entscheiden. Aber dann soll man auch bitte etwas gegen die Terroristen unternehmen, die Israel immer wieder schaden, die immer wieder die Waffenruhe unterbrechen und die immer wieder Unschuldige töten und töten wollen.
    vor 3 Jahren und 3 Monaten. ·
  • BruderLustig > gesellschaft: Anklagen gegen Israel .... dir als (das ist jetzt leicht polemisch) anarchisten, hätte ich nicht zugetraut leuten den willen zur etablierung eines staates zu unterstellen...
    es ist immer die frage von der situation und von dem eigenantrieb; die liberale demokratisch geprägte bevölkerung (respektive weltbevölkerung) hat wohl den wunsch überall demokratien u.ä. zu sehen wo es heute diktaturen oder andere totalitäre regime gibt... die idee der bevölkerung eine wahl für die art ihrer herrschaft zu lassen halte ich für wirklich gut und sinnvoll; dieses ziel ist in palästina zu verfolgen, weil es den einzelnen bürgerinnen und bürgern freiheiten gibt die ihr individuelles "mensch-sein" unterstützen und des weitern sogar schützt
    das sicherzustellen, bevor man einen "kolonialen" staat wie palästina in die unabhängigkeit "entlässt" (wie das schon klingt), ist im interesse dieser staaten, als auch (und dies ist nun die unterstellung) im snne der bevölkerung die dort lebt...

    ja, und das ist das problem; es ist nun mal nicht unbedingt so, dass die leute die dort leben bzw dort an der macht sind/sein werden toleranz gegenüber anders denkenden, menschen anderer religion etc. äußern; daher muss dies "erlernt" werden... das funktioniert unter anderem mit guten, "vernünftigen", nicht korrupten staatlichen organen, transparenz und einem common sense sich (selbst wenn man die öffentliche mehrheit hinter sich hat) auch einmal nicht durchsetzen zu können...; das ist demokratie - das sicherzustellen, ist (in meinen augen) durch die alleinige deklaration der souveränität nach innen sowie nach außen, nicht gegeben...

    prinzipiell ist es schon richtig; die leute dort haben auch nciht die chance, weil es keine souveränität nach innen, sowie nach außen gibt... - ist dies eine veraussetzung, aber eben nicht die alleinige


    Wenn das so wäre, müßte ich das Wort "Imperium" schon immer falsch verstanden haben ... klär mich bitte mal dahingehend auf, was Du unter "imperialistisch" verstehst ...
    imperialismus in diesem sinne, ist die blindheit für unterschiede; die idee "da gibt es ein gebiet, welches grenzen hat, die ich in einem atlas anschauen kann, daher ist es ein staat; und daher hat es wohl auch eine regierung; welche dann auch das machtmonopol besitzt" ist imperialistisch; weil es nicht wirklich was mit der tatsächlichen situation dieses "staates" (d.h. korrekterweise dieses gebites) zu tun haben muss...; diese regierung dann noch dazu als "legitime regierung" anzuerkennen ist ebenfalls fragwürdig; denn wer legitimiert die regierung in somalia? einige clan chefs, einige bewaffnete gruppen, einige supermächte welche die eliten an der macht mit waffen unterstützt, die internationale (westliche) staatengemeinschaft welche die eine gruppe einfach als souveräne regierung anerkennt...

    jede anerkennung von außen ist imperialistisch, wenn sie sich nicht die inneren machtstrukturen vor augen hält


    wenn du bei der staatsausrufung auch einen 60 (und mehr) jahre andauernden konflikt als ein notwendiges oder in kauf zu nehmendes übel ansiehst... ich tue das nicht; ich wünsche mir lösungen welche mit (soviel wie nötig aber) sowenig wie möglich gewalt auskommen...; 60 jahre konflikt ist nicht so wenig wie möglich; das ist einfach ein untragbarer bullshit - sowas würde ich (wenn mich wer fragen würde) keinem staat zumuten welcher sich neu entwickeln will...; aber ich denke, das ist wieder eine andere frage
    vor 3 Jahren und 3 Monaten. ·
  • ChironMcAnndra > gesellschaft: Anklagen gegen Israel .... Jeder Militärstratege weiß heute, daß Vergeltungsmaßnahmen nichts andere bewirken, als den Widerstandswillen noch mehr anzustacheln ....
    Die Aktionen der letzten Jahrzehne, die Israel gegen die Palästinenser vollführt haben, haben zu nichts anderem geführt, als diese Leute in die Arme der Hamas zu treiben ...
    Da dieser Mechanismus allen Menschen, die zumindest rudimentäre Kenntnisse über Militär und Geschichte haben, bewußt ist, kann es sich nur um eine planmäßig Vorgehhensweise gehandelt haben, die gezielt darauf hingearbeitet hat, mehr und mehr Prozent der pal. Bevölkerung Hamas-freundlich zu machen ... denn nur so kann man sie dann auch pauschal zu Feinden erklären ...
    Wenn ich Dich täglich mobben würde ... und niemand würde einschreiten ... dann würdest Du eines Tages entweder das Feld räumen, oder Agressiv werden ... und in beiden Fällen hätte ich gewonnen ... genau das ist die Strategie der israelischen Politik ...

    Chiron
    vor 3 Jahren und 3 Monaten. ·
  • ChironMcAnndra > gesellschaft: Anklagen gegen Israel .... Ist nicht mein Problem ...

    Ob Dich meine Haltung interessiert oder nicht, ist mir eigentlich egal ... aber anti-Israelisch ist sie nicht ... ich hab nur was dagegen, wenn sich Leute für eine Seite entscheiden und dann bedingungslos dafür stimmen, egal, was für Verbrechen dort getrieben werden ...

    Dumm nur, daß jedesmal, wenn jemand von den Rechten der Palästinenser redet, widersprichst Du mit Hinweisen auf die Verbrechen der Hamas ...
    Ebensogut könnte man Dich wegen Mordes einsperren, weil ja die RAF auch Deutsche waren und es doch legitim sein muß, gegen Verbrecher vorzugehen ...
    Sorry, das ist wieder ein wenn-dann-Vergleich ... ich weiß, daß Du sowas nicht begreifst ... aber der war auch nicht wirklich für Dich, sondern für die anderen Mitleser, die sich noch keine Scheuklappen an ihre Schläfen getackert haben ...

    Und ich verurteile nur die israelische Politik, die ihren regulären Truppen befiehlt, Verbrechen zu begehen und Verbrecher gegen die Rechte der anderen zu verteidigen ...
    Du wirst nie irgendwo von mir lesen, daß es "den Israelis Recht geschieht", wenn man sie bombardiert, oder daß ich ihr Existenzrecht bestreite ... oder sonst was in der Art ... natürlich muß man Dich explizit auf diesen Umstannd hinweisen, daß Du jegliche Kritik an dem, was irgendein Israeli tut, sofort als anti-israelisch interpretierst ... und wie ein Stir, der ein rotes Tuch sieht, daraufhin einen pawlowschen Reflex ablaufen läßt ...

    Aha ... die übliche Präventivmasche manisch paranoider Machtmenschen (von denen es in der Nahostregion überproportional viele zu geben scheint - auf beiden Seiten!)... "Wenn wir sie nicht angegriffen hätten, hätten sie uns fertiggemacht" ... oder "Wir tun das ja gar nicht wirklich gern, aber wir müssen sie primitiv halten, denn wenn wir erlauben, daß sie auch nur ein wenig auf die Beine kommen, werden sie alles, was sie haben, dazu benutzen, um uns anzugreifen" ...
    Das ist nichts weiter als ein klassischer Fall von Paranoider Projektion der eigenen Ambitionen ...
    Es gibt Leute, die mißhandeln ihre Hunde solange, bis die irgendwann doch ausrasten, und ihre Besitzer angreifen ... und dann sehen sich die Besitzer "gezwungen" die Hunde töten zu lassen" ... Schuld daran sind natürlich nur die Hunde ... denn die hätten sich ja einfach weiter mißhandeln lassen können ...

    Chiron
    vor 3 Jahren und 3 Monaten. ·
  • ChironMcAnndra > gesellschaft: Anklagen gegen Israel .... Der Trick besteht darin, beide Parteien dazu zu veranlassen, jenen Zustand, "wie es sein sollte", von selbst anzustreben ... Israel hatte daran bislang nie ein Interesse, da die Expansionspolitik nur in einem Zustand der Angst aufrechtzuerhalten war ... deshalb haben alle israelischen Politiker, die eine Expansion befürworteten, alles in ihrer Macht stehende getan, um den Gegner immer soweit zu provozieren, daß die eigene Bevölkerung den notwendigen Grad an Angst beibehalten konnte, ohne jedoch ernsthaft in Gefahr zu geraten, wegen zuviel Angst zu fordern, daß man endlich Zugeständnisse macht ...
    Und bevor hier eine Rückfrage erfolgt: aye ... ich unterstelle hier ein absolut planmäßiges Vorgehen ... es ist mathematisch unmöglich, daß innerhalb der Zeitspanne der Existenz eines Universums soviele Verhandlungsfehler in Folge inneerhalb einer solch kurzen Zeitspanne zufälllig aufeinanderfolgen ...

    Natürlich hast Du damit Recht ... aber das ist eben die Folge der Tatsache, daß man den Palästinensern die Errichtung eines tatsächlich souveränen Staates unmöglich macht ...
    Der einzige Weg, der dorthin führen kann, besteht darin, ihnen diese Möglichkeiten endlich in vollem Umfang einzuräumen .... klar kann das Experiment schiefgehen .... aber seien wir doch mal ehrlich: das hat doch für jedes andere Land ebenso gegolten, bevor es sich konstitutionalisierte ... mit genau denselben Argumenten haben die Anhänger der Aristokratie - in ihren Augen absolut schlüssig - "bewiesen", daß Demokratie völlig unmöglich ist ... zwar halte ich nicht viel von der Demokratie wie sie heute betrieben wird, dennoch bin ich froh, daß es genügend Leute gab, die sich um solche Argumente nicht gekümmert haben und es dennoch ausprobieren wollten ...

    Das habe ich damit auch nicht sagen wollen ...
    Im Gegenteil halte ich internationale Unterstützung für unabdingbar, denn der lang anhaltende Konflikt ist längst zu sehr ausgeufert, um sich in absehbarer Zeit von alleine zu regeln ...
    Aber es ist wichtig, eine eindeutige Stellung zu beziehen .... und zwar eine, die absolut beutral ist und nicht eine der beiden Parteien Bevorzugt ...
    Man muß einerseits Israel unmißverständlich klar machen, daß die internationale Staatengemeinschaft es nicht mehr hinnehmen wird, daß dieses Land meint, einen moralischen Freifahrtschein zu besitzen, sondern sich wie jedes andere Land auch an zivilisierte Regeln zu halten hat ... und dazu gehört es nunmal, daß man vom Land des Nachbarn die Finger - respektive die Zäune - läßt ... umgekehrt muß man auch den Palästinensern klar machen, daß man sie in Zukunft entschieden vor Übergriffen schützen wird ... allerdings nur, solange sie selbst sich ebenso zivilisiert verhalten ... tun sie das nicht, dann zeigen sie, damit, daß sie dazu nicht fähig sind ... und dann sollte man sie tatsächlich ihrem Schicksal überlassen ...
    #Ich rate Dir, diese Beschäftigung nachzzuholen ... von Stabilität ist hier nicht wirklich viel zu sehen ... die Unabhängigkeitsurkunde war noch nichtmal richtig trocken, als schon die ersten Streitigkeiten losgingen, die nahtlos in Bürgerkriege mündeten ... sowohl mit den Hindus/Moslems im Norden als auch mit den Tamilen/Singhalesen im Süden ...

    Wie Du weißt, bin ich absolut kein Freund von Staatlichkeit bzw. Staatsbildung .... dennoch bin ich jederzeit dafür, daß ein Volk oder eine Bevölkerungsgruppe, die dies so wünscht, das Recht haben darf, es auf diesem Wege zu versuchen ...

    Wenn das so wäre, müßte ich das Wort "Imperium" schon immer falsch verstanden haben ... klär mich bitte mal dahingehend auf, was Du unter "imperialistisch" verstehst ...

    Nicht in unserem Sinne .... und "ein" Staat schon gar nicht .... das Land ist in unterschiedliche Machtbezirke unterteilt, deren Begrenzungen fließend und füür außenstehende noch weniger zu verstehen sind wie für die Leute dort ... die Piraten sind auch nur eine weitere Machtgruppe ... es ist somit illusorisch, den ohnmächtigen Staat aufzufordern, etwas zu unterbindden, das er gar nicht in der Hand hat ...
    Im Gegensatz dazu hat die Palästinensische Bevölkerung sehr wohl ein Interesse daran, daß die Kampfhandlungen unterbunden werden ... es ist nur eben so, daß in einem Zustand, wo mir der Nachbar einfach mal eben mein Haus einreißn kann, weil er da einen Zaun bauen will, keine Zukunftsperspektivenn Entstehen können, die die Leute davon abhalten, marodierenden Terroristen zu applaudieren .... zwar wissen alle, daß auch die nicht erreichen werden, was sie behaupten, aber wenn die Zukunft sowieso mies ausschaut, ist die Vorstellung, den anderen wenigstens die Stimmung zu versauen, auch mal "ganz nett" ... und wer seine Nachbarn wie primitive Wilde ohne Rechte behandelt, braucht sich meineserachtens nicht zzu wundern, wenn die sich irgendwann auch so benehmen ...

    Wenn das tatsächlichh so wäre, dann hätte es einen Staat Israael nie gegeben .... denn der wurde auch irgendwann einfach ausgerufen, ohne daß alles schon geregelt war ...
    Wenn Du irgendetwas tun willst, mußt Du irgendwann einfach mal damit anfangen ... tust Du es nicht, dann gibt es keinerlei Fortschritte ...

    Und mich kotzt der Nahostkonflickt schon viel zu lange an ...

    Chiron
    vor 3 Jahren und 3 Monaten. ·
  • penalty > gesellschaft: Anklagen gegen Israel .... Die letzten Jahre wurden auf Israel unzählige Raketen abgefeuert, es tut mir wahnsinnig leid, dass sie "nur" so wenige Tote zu beklagen haben. Muss die Hamas eben besser aufrüsten, wenn sie sich mit Stärkeren anlegt. Der Iran hilft sicher gern.
    Abgesehen davon wurde Israel in seiner sechzigjährigen Geschichte sieben Mal angegriffen. Dabei sind 1156 Israelis getötet und 8500 verwundet worden. Das nur mal am Rande.
    Ich denke, es macht aber keinen Sinn hier irgendwelche Zahlen gegeneinander zu verwenden. Jeder unschuldige Tote oder Verletzte ist nicht gut. Egal ob Israeli, Palästinenser, Franzose oder sonstwas.

    Was die Rücksicht angeht, ich denke schon, dass welche genommen wurde. Sie hätten auch ganz Gaza platt machen können (nicht, dass ich das befürworten würde...). Aber nein, sie warnen die zivile Bevölkerung sogar vor den Luftangriffen. Soweit ich richtig informiert bin, ist Israel sogar der einzige Staat, der das tut. Also finde ich auf jeden Fall nicht, dass sie ohne Rücksicht auf Verluste gehandelt haben. Denn das sehe dann bei weitem schlimmer aus. Klar, das Ganze ist auch so schon schlimm genug, keine Frage.

    Israel wurde in den letzten Stunden übrigens wieder mit Raketen beschossen. Die Rakten schlugen direkt neben einem Kindergarten ein. Aber ok, sie können ja abwarten bis die Verhandlungen evtl. greifen. Bis dahin sollen sie sich eben weiter beschiessen lassen. Grossartig. (Ironie)
    vor 3 Jahren und 3 Monaten. ·
  • Synthomesc > gesellschaft: Anklagen gegen Israel .... Nein.

    Also rechtfertigst du den Einsatz von Phosphor-Munition,welches nach internationalem Recht nur auf offenem Gelände verwendet werden darf?
    Es ist aber erwiesen das diese Munition auch in dicht besiedelten Gebieten , und das ist in Gaza eigentlich jedes Gebiet,eingesetzt wurde. Demzufolge hätte von dieser Munition nie Gebrauch gemacht werden dürfen.
    Desweiteren wurde auch Munition eingesetzt die in einem so dicht besiedelten Gebiet niemals präzise treffen kann , da sie selbst in einem Umkreis von 250-350 Meter tödlich wirkt. Was dies in einem der dicht besiedelsten Gebieten der Welt bedeutet dürfte jedem klar sein.

    Während dem 3 wöchigen "Vernichtungskrieg" starben etwa 1300 Palästinenser. Über die Hälfte davon waren unschuldige Zivilisten was auch Israel bestätigt.
    Zum Vergleich: Israel hatte 13 Todesopfer, davon 3 Zivilisten.

    Das war keine Verteidigung sondern eine Vernichtung ohne Rücksicht auf Verluste und damit hat sich Israel nicht nur schuldig gemacht Kriegsverbrechen begangen zu haben sondern hat auch Verbrechen gegen die Menschlichkeit verübt.
    vor 3 Jahren und 3 Monaten. ·
  • gesellschaft: Anklagen gegen Israel .... SilvieausMarzahn: Jeshajahu Leibowitz war einer der scharfsichtigsten Kritiker der israelischen Politik.
    In seinen Berichten geht es um das Problem, daß das Volk der Tora in der Vergangenheit nur ein männliches Volk war.
    Die Frau hatte am jüdischen Volk als Volk der Tora keinen Anteil.
    Israels größtes Problem ist die Zusammensetzung der Bevölkerung aus unterschiedlicher Herkunft.
    Als Israel gegründet wurde, sagt Leibowitz, war es ein Volk voller Ideale.
    Seinerzeit war die Mehrheit der Juden in Palästina "aschkenasisch". Auch Golda Meir, die den verhängnisvollen Ausspruch getätigt, es gäbe kein palästinensisches Volk, war der aschkenasische Mensch par excellent.
    Auf jeden Fall - so Leibowitz - wissen wir alle recht gut, was der Slogan "Es gibt kein palästinensisches Volk" bedeutet, denn nachdem Israel mit den Mittel einer Gewaltherrschaft operiere, heißt er nichts anderes als "Völkermord"
    Es gibt inzwischen viele andere Möglichkeiten der Verständigung, aber nicht, wenn man sich, wie Israel in der Gewaltherrschaft verstrickt hat.
    Wenn Israel weiter auf diesen Weg geht - so Leibowitz - dann wird Israel sich in einem Krieg auf Leben und Tod mit der gesamten arabischen Welt von Marokko bis Kuwait verstricken.
    Sie sind inzwischen auf dem besten Weg, in abgrundtiefe Torheit zu versinken.
    Wie recht der große alte Mann hatte, der leider 1994 verstorben ist.
    vor 3 Jahren und 3 Monaten. ·
  • penalty > gesellschaft: Anklagen gegen Israel .... Falsch. Ich bin nur nicht fähig deine Beiträge ganz zu lesen, ohne Brechreiz zu bekommen.
    Deine anti-israelische Haltung interessiert mich überhaupt nicht.

    Um hier aber noch etwas klar zu stellen, ich weiss, dass die Hamas kein Synonym für die Palästinenser ist. Ich verurteile nur die Palästinenser, die die Hamas unterstützen. Ganz sicher aber nicht die normalen und friedlichen Bürger. Und ich hätte auch nichts dagegen, wenn Israel bestimmte Gebiete den Palästinensern übergibt und von dort abzieht. Aber solange die Hamas mit ihren radikalen Ansichten regieren will, halte ich das für eine schlechte Lösung, denn die wollen keinen Frieden, in meinen Augen. Ich denke, sie würden nur erneut aufrüsten um Israel angreifen zu können, egal wie korrekt Israel sich verhalten würde. Wer radikalen Extremisten vertraut, der ist selbst schuld.
    vor 3 Jahren und 3 Monaten. ·
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