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    Wie weit darf man gehen?! Derzeit auf SAM (pro7) zu sehen: Artikel: http://www.aktuell-24.de/2…
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  • fernsehen: Wie weit darf man gehen?! CherryLeoKitty: Ja, und genau liegt das Problem. Der Journalist, die Verlage und Medienanstalten auf der einen Seiten, die dem Zuschauer nur das geben, was er lesen/sehen will. Eine reine Berichterstattung mit ein paar normalen Fotos reicht anscheinend nicht.
    vor 3 Jahren und 8 Monaten. ·
  • fernsehen: Wie weit darf man gehen?! TheTwoBeats: Generell habe ich kein Problem mit diesem Sendeformat. Die von dir aufgeworfene Frage "was ist überhaupt der Sinn dieser hirnverbrannten Sendung?" vermag ich allerdings auch nicht zu beantworten.

    Wie du allerdings selbst schon thematisierst, scheint eine ausreichende Nachfrage für diese Form der Berichterstattung gegeben zu sein. Und da die Produktionskosten sich meiner Einschätzung nach in Grenzen halten (mit einem Kamerateam nach Buxtehude zu fahren und verwackelte Bilder über eine Mädchen-Gang auszuzeichnen scheint mir nicht gerade aufwändig zu sein), dürfte die Gewinnspanne entsprechend hoch ausfallen.

    Der fake-Verdacht ist nicht unbedingt von der Hand zu weisen. Aber wie würde eine Anzeige wegen unterlassener Hilfeleistung im Extremfall ausgehen? Ich weiß es nicht, vermute aber mal, daß eine Geldstrafe die Folge wäre. Und solange die die Gewinnspanne nicht empfindlich beeinträchtigt, würde es für die ProSiebenSat.1 Media AG rentabel bleiben.
    vor 3 Jahren und 8 Monaten. ·
  • fernsehen: Wie weit darf man gehen?! CherryLeoKitty: es könnte ein fake sein, ich bezweifle allerdings, dass es einer ist; natürlich nehmen bestimmte medien solche risiken in kauf... ob das überhaupt eine unterlassene hilfeleistung im sinne von 323c StGB wäre bezweifel ich auch, und wenn, haben alle verlage/medienanstalten auch eine rechtsabteilung, die sowas im zweifelsfall abbügeln könnten...
    vor 3 Jahren und 8 Monaten. ·
  • fernsehen: Wie weit darf man gehen?! NiN83: ist doch ein fake, genauso wie alle talk shows, reality shows, etc.pp. - hätten sie tatsächlich jmd vor laufender kamera zusammengeschlagen, dan hätte man pro7 auf unterlassene hilfestellung anzeigen können, und ich glaube kaum dass pro7 solche risiken in kauf nehmen würde.

    naja, aber scheinbar stehen die menschen heutzutage auf solche sendungen, zeigt sich ja an den einschaltquoten.
    vor 3 Jahren und 8 Monaten. ·
  • fernsehen: Wie weit darf man gehen?! CherryLeoKitty: Derzeit auf SAM (pro7) zu sehen:

    Artikel: http://www.aktuell-24.de/2008/09/12/ots-bose-madchen-ganz-brav-sam-coacht-straffallige-teenies/
    Trailer: http://www.prosieben.de/lifestyle_magazine/vips/sam/videos/videoplayer/56271/


    Heute kam dann nun eine weitere Folge. Zu sehen die äußerst abgeklärten und coolen Mädels auf der Dorfkirmes in Buxtehude, während der ganzen Zeit von einem Kamerateam begleitet.
    Auf besagter Kirmes kommt es mehrfach zu Auseinandersetzungen zwischen der Truppe und Unbeteiligten, die sie angeblich 'provoziert' hätten.
    Äußerst bedenklich, dass das Kamerateam während keiner Schlägerei eingreift, und die Krönung, dass ein Mädchen dabei krankenhausreif geschlagen wird.
    Wie weit kann und darf Sensationsgeilheit gehen? Ist sowas geschmacklos, und sind die Journalisten nur arme Menschen, die auch Geld brauchen, egal, wodurch und wie moralisch verwerflich das sein mag?

    Dazu fällt mir noch Ziffer 4.2 des Pressekodex: http://www.presserat.de/Pressekodex.pressekodex.0.html ein:
    "Bei der Recherche gegenüber schutzbedürftigen Personen ist besondere Zurückhaltung geboten. Dies betrifft vor allem Menschen, die sich nicht im Vollbesitz ihrer geistigen oder körperlichen Kräfte befinden oder einer seelischen Extremsituation ausgesetzt sind, aber auch Kinder und Jugendliche. Die eingeschränkte Willenskraft oder die besondere Lage solcher Personen darf nicht gezielt zur Informationsbeschaffung ausgenutzt werden. "

    Was hat das noch mit der geforderten fairen Informationsbeschaffung zu tun?


    Vielleicht ist es dann nicht verwunderlich, wenn man noch dazu bedenkt, dass der Axel Springer Verlag immerhin zu 12 % indirekt oder direkt an Sendern wie eben pro7 beteiligt ist. Und ähnliche Berichterstattung ist den meisten ja bereits aus einer großen deutschen Boulevardzeitung bekannt...

    Und was ist überhaupt der Sinn dieser hirnverbrannten Sendung? Da stellen sich ein paar arme Mädchen hin, die nur deshalb 60 Strafanzeigen haben, weil sie immer von anderen Leuten provoziert werden. Für solche Leute beschafft man dann einen Anti-Aggressionscoach (wobei der erste bereits aufgegeben hat), der zeigt, wie man aus Situationen herauskommt, die man sich selbst zuzuschreiben hat.

    Während dies die letzte Möglichkeit ist, 'resozialisiert' zu werden, bevor es in den Knast geht, hauen ein paar nochmal vor laufenden Kameras richtig zu - nächste Straftat, aber Knast? Nein!
    Die steigende Jugendkriminalität ging wochenlang durch die Presse und wenn wir wieder beim Thema sind, spielt das plötzlich keine Rolle mehr. Teilweise sind die Mädchen bereits 18, also Heranwachsende, mit über 60 Anzeigen - Körperverletzung, Raub, Drogen und alles mögliche...



    Wobei das hier nur ein Beispiel sein mag. Auch RTL II springt auf den fahrenden Zug auf, mit ihrem neuen 'TV Format' namens "Entzug": http://www.rtl2.de/16754.html. Meiner Meinung nach zwar aus den USA gemopst, wie fast alles im dt. Fernsehen, aber dennoch etwas ganz Neues im dt. Fernsehen.


    Wie weit darf das Fernsehen, bzw. die Medien, überhaupt gehen?
    So weit wie möglich, so blutig wie möglich, damit der lethargische Fernsehglotzer möglichst viel zu sehen bekommt?
    vor 3 Jahren und 8 Monaten. ·
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