Mondazy's Fish
Mondazy’s Fish
... taucht auf in einem amerikanischen küstenstädtchen,
er schwimmt durch die straßen und gassen und
sucht sich seine opfer
der tod kommt als fisch in dieser gegend ...
zu lesen im roman 'being dead' von jim crace

ohne titel
beute
vier episoden
vom fressen und gefressen werden
eins
katze und frosch
eine beobachtung aus der kinderzeit
sommerferien am see
wie jeden tag, spielt die katze des hauses auf dem hof
doch heute hat sie einen frosch gefangen
und der lebt noch, versucht verzweifelt wegzuhüpfen
der hof besteht aus nackter festgetretener trockener erde
zuerst hat der frosch noch kraft
er macht sprünge, die katze hinterher
jedes Mal, wenn sie ihn mit ihrer pfote erwischt,
wird er schwächer und staubiger
obwohl er schwer verletzt ist, blutet er nur wenig
die sprünge werden flacher und kürzer
die abstände größer
der frosch ist schon ganz schwach
und mag überhaupt nicht mehr hüpfen
aber das gefällt der katze nicht
sie erwartet, dass er springt und schlägt ihn auf den rücken
nun versucht er doch noch mal einen hüpfer
und wieder bleibt er liegen
die katze ist enttäuscht,
dass ihr spielzeug kaputt ist
sie gibt erst auf, nachdem der frosch einige zeit tot ist
der frosch wird nicht gefressen
zwei
grasmücke und schmetterling
im hochsommer bei sonne nach dem gewitter
die sträucher hinter dem haus sind noch nass
und dampfen vor feuchtigkeit
ich sitze auf dem balkon
über der wiese zwischen haus und gesträuch spielt ein schmetterling
über ihm taucht die grasmücke auf
sie ist ein sehr kleiner vogel, doch sie möchte ihn fangen
das gelingt seltsamerweise nicht auf anhieb
sie pickt in der luft mehrmals mit dem schnabel auf den schmetterling ein
wenn er getroffen wird, gibt es ein knacksendes geräusch
so ein schmetterling ist erstaunlich zäh
er fliegt noch eine ganze weile weiter
bis er endgültig gepackt und ins nest zu den jungvögeln getragen wird
drei
reiher und fisch
bild: lukasz lukasik, quelle: wikipedia.org gnu free documentation license
spaziergang mit kleinkind im frühsommer im park
am ufer des künstlichen ‚flusses’ (ein stehendes gewässer)
wartet der graureiher und schaut gelangweilt über die wasserfläche
es sind außer uns keine menschen in der nähe
wir gehen sehr langsam und leise näher heran
bis auf 4 m lässt er uns nahe kommen
nach einigen minuten pickt er mit gelassener selbstverständlichkeit ins wasser,
bis auf ein kleines glucksen gibt es kein geräusch
sofort hebt er den kopf wieder
und hat einen zappelnden silbernen fisch im schnabel
der äußerst elegante vogel schaut uns kurz an und fliegt davon
vier
katze und junge amsel
die nestlinge, die ihr in der galerie seht, sind ausgeflogen
sie können noch nicht sicher fliegen
und verstecken sich in den sträuchern
eine katze aus der nachbarschaft schleicht herum
lauert den ganzen tag
wenn ich sie sehe, jage ich sie weg,
schimpfe und werfe mit erde
niemand kann den ganzen tag aufpassen
es gelingt ihr doch eines in den sträuchern zu erwischen
ich kann es nicht sehen, höre aber das jämmerliche gepiepse
ns. im allg. habe ich nichts gegen katzen, ich mag sie
kommentar von: Greenpower2 am 16.08.2007 20:48
sag mir wo die bienen sind
sag mir wo die bienen sind ...

"Rätselhafter Exitus der Bienen
Das spurlose Sterben
In den USA ist die Mehrzahl aller Bienen verschwunden. Weil eine klare Ursache fehlt, spekulieren Forscher über das Ende der Insektenart - ein Ende mit möglichen Konsequenzen für die Menschheit.
Von Petra Steinberger
Sie sind weg. Haben den Stock alleingelassen, die junge Brut nicht mehr versorgt. Sind nie wieder aufgetaucht, die älteren, erwachsenen Bienen. Haben auch keine Toten zurückgelassen. Millionen und Abermillionen Bienen sind in Nordamerika einfach verschwunden im Lauf der vergangenen Monate. Und immer mehr amerikanische Imker, die in diesen ersten warmen Wochen nach dem Winter zum erstenmal ihre Bienenstöcke wieder öffnen, berichten dasselbe. ...
An der amerikanischen Westküste sind fast 60 Prozent der Bienenvölker kollabiert, an der Ostküste und in Texas sind es mehr als 70 Prozent. Mehr als die Hälfte aller Bundesstaaten ist betroffen und Teile Kanadas.
Dasselbe passiert auch in Spanien und in Polen. Aus der Schweiz gibt es die ersten Berichte und auch aus Deutschland - nur hat das Bienensterben bisher nirgendwo solche Ausmaße wie in den USA.
"Das Bienensterben kann eine Warnung an uns sein"
Es ist ein seltsames, geradezu unheimliches Phänomen, das die Bienenvölker heimsucht. Die Wissenschaft hat ihm jenen Namen gegeben, den sie reserviert hat für etwas, das sie noch nicht, vielleicht nie erklären kann: disorder, Störung. Man spricht vom ,,Colony Collapse Disorder??, von einer Störung namens Bienenvolk-Kollaps, kurz CCD. Über die Symptome weiß man ziemlich viel: In betroffenen Kolonien fehlen alle erwachsene Bienen, und es liegen auch, wie normalerweise üblich, keine toten Bienen in der Nähe. Die Bienen fliegen fort und sterben irgendwo draußen.
Vorräte an Honig sind da, und die nicht ausgewachsenen Bienen, die nun verhungern. Eine Kolonie, die mitten im Zusammenbruch steckt, mag von außen ganz normal wirken. Aber innen gibt es viel zu wenige, viel zu junge Arbeiterinnen. Und schließlich kommt etwas Eigenartiges hinzu: Normalerweise werden die Stöcke eines Volkes, das an Krankheiten stirbt oder in einem kalten Winter verhungert, sofort von anderen Bienen oder Stockräubern ausgeplündert oder von Plagen wie Wachsmotten übernommen. Diesmal aber dauert es mindestens zwei Wochen, bis die Plünderer kommen.
Was die Ursachen für das Verschwinden sind, darüber weiß man fast nichts. Aber man weiß, dass es eine Katastrophe wäre, wenn die Honigbienen für immer verschwänden. Eine Katastrophe auch für den Menschen. ...
Es geht nicht nur um die Bedrohung einer Tierart, auch nicht um das Bienensummen im Frühling oder den Honig, der uns fehlen wird - zumindest ökonomisch gesehen ist er ein angenehmes, aber eher unwichtiges Nebenprodukt. Die Menschen brauchen die Bienen dringend, denn etwa ein Drittel der menschlichen Nahrung ist direkt oder indirekt von ihnen abhängig: Äpfel, Birnen, Pflaumen, ein Großteil des Obstes werden zwischen 80 und 90 Prozent von Zuchtbienen bestäubt, ebenso Mandelbäume, Melonen, Paprika, Kürbisse, Himbeeren und etwa 90 andere Obst- und Gemüsearten - aber auch Viehfutter wie Klee oder das in den USA verbreitete Alfalfa. ...
Manche Farmer versuchen, die Bäume mit Hilfe riesiger Ventilatoren zu bestäuben, oder sie experimentieren mit Hummeln und anderen Insekten. Aber wirkliche Alternativen zur Bestäubung durch Bienen gibt es nicht, Wildvölker existieren kaum noch, schon gar nicht in den riesigen Monokulturen, und andere Insekten würden diese Mengen nicht schaffen.
Den durch Bienenpollination erwirtschafteten Wert schätzen Forscher allein für die USA auf bis zu 18 Milliarden Dollar. In Europa sind es immerhin bis zu fünfMilliarden Euro. Durch ihre Leistung bei der Bestäubung gelten Bienen in Europa nach Rindern und Schweinen als das drittwichtigste Haustier - noch vor dem Geflügel.
,,Eigentlich ist es eher merkwürdig, dass die Bienen es so lange ausgehalten haben??, sagt der Bienenforscher und Soziobiologe Jürgen Tautz vom Biozentrum der Universität Würzburg. Ein Bienenvolk ist ein extrem komplexer Superorganismus, der sich über Jahrmillionen an die widrigsten Umstände angepasst hat. ,,Doch in den letzten zehn Jahren sind sie schwach geworden??, sagt Tautz. ,,Vor allem der Stress ist zuviel.?? Die größte Bienenplage war bisher die Varroa-Milbe, ein Parasit, der die Tiere aussaugt. ... Aber Varroa ist es diesmal nicht.
Vielleicht gibt es tatsächlich nur eine einzige Ursache für den Völkerkollaps, die noch gefunden werden muss. Vielleicht aber, und das vermuten auch andere Bienenforscher, sind es viele Ursachen, die die Bienen langsam überwältigen. Die Flurbereinigungen, die keine Feldraine mehr übrig gelassen haben, die Monokulturen und eine allzu perfekte Forstwirtschaft, die jeden hohlen Baumstumpf aus dem Wald holt, in dem die wilden Schwärme sich einst ansiedelten. Die Städte und Vorstädte, die das Land überwuchern. Die Pestizide, die sie vielleicht langsam vergiften. Krankheiten und Parasiten, die aus allen möglichen Teilen der Welt über sie hergefallen sind, eingeschleppt im Zuge der transkontinentalen Verschickung von Zuchtbienen.
Inzwischen fehlt den Bienen auch der Mensch, der ihnen Unterkunft bietet. In der freien Natur ist kaum noch Platz für sie. Aber auch die Imker sterben aus, weil sie, wie in Deutschland, oft Hobby-Imker sind, Pensionäre, die sich die Anschaffung neuer und die Versorgung kranker Völker in jedem Frühling aufs Neue nicht mehr leisten können. ,,Jedes Jahr durchschnittlich drei- bis fünfhundert Euro, das ist eine Menge Geld für einen Pensionär??, sagt Tautz. ...
Ein Teufelskreis: Je schwächer die Bienen werden, desto teurer wird ihre Haltung und desto weniger Imker gibt es. ... In Amerika ist die Situation etwas anders. Zwar hat auch hier die Zahl der Bienenhalter drastisch abgenommen. Das liegt aber auch daran, dass sich das Geschäft konsolidiert hat. Denn ein Geschäft ist die Imkerei in den USA zumindest teilweise geworden - ironischerweise gerade deswegen, weil es nur noch so wenige Bienen gibt.
Seit Mitte der siebziger Jahre ist die Zahl der Honigbienen in den USA um die Hälfte geschrumpft. Inzwischen fahren mobile Bienenzüchter von Obstplantage zu Obstplantage, um die Blüten von den Bienen bestäuben zu lassen. Solche Großimker halten manchmal mehrere tausend Stöcke - bei einer durchschnittlichen Koloniegröße von zwanzig- bis dreißigtausend Tieren im Winter und bis zu sechzigtausend im Sommer. Heuer, nach den gewaltigen Verlusten durch CCD, zahlen die Obstfarmer manchmal das Dreifache des üblichen Hektarpreises für die Bestäubung.
Doch wenn solche kommerziellen Halter vom Colony Collapse Disorder getroffen werden, dann kann das den Ruin bedeuten. Ein Imker aus Pennsylvania investierte 15.000 Dollar, um seine Bienen zur Bestäubung der Mandelblüten nach Kalifornien zu bringen. Als er dort ankam, war keine einzige Kolonie mehr am Leben.
Auf einen Satz verweisen betroffene Bienenzüchter und nüchterne Bienenforscher inzwischen immer wieder, einen Satz, den Albert Einstein einmal gesagt haben soll: ,,Wenn die Biene von der Erde verschwindet, dann hat der Mensch nur noch vier Jahre zu leben; keine Bienen mehr, keine Bestäubung mehr, keine Pflanzen mehr, keine Tiere mehr, keine Menschen mehr...??. "
zitat quelle: www .sueddeutsche.de/wissen/artikel/352/105247/article.html
Datum und Zeit: 14.03.2007 - 18:53 (SZ vom 13.3.2007)
ist "gen-mais" die ursache?
"In seinem Artikel "Gentechnik: AIDS im Bienenstock" berichtet der Spiegel über den Zusammenhang zwischen Bienensterben und Genmais:
"Dabei geht es um ein kleines Forschungsprojekt der Universität Jena in den Jahren 2001 bis 2004. Die Thüringer Wissenschaftler untersuchten, wie die Pollen genmanipulierter Pflanzen ("Bt-Mais") auf Bienen wirken. Dem Mais war ein Gen eines Bodenbakteriums beigesetzt worden, dank dessen die Pflanzen einen für Schadinsekten giftigen Wirkstoff produzieren können.
Eine "toxische Wirkung von Bt-Mais auf gesunde Honigbienenvölker", so das Ergebnis der Studie, konnte zwar "nicht nachgewiesen werden". Doch als die Versuchsbienen dann noch zufällig von einem Parasiten befallen wurden, zeigte sich Gespenstisches: Bei den mit einem hochkonzentrierten Bt-Gift-Müsli gefütterten Tieren kam es, so die Jenaer Studie, "signifikant stärker" zu einer "Abnahme der Zahl an Bienen". Womöglich, so der Hallenser Professor Hans-Hinrich Kaatz, der die Versuche leitete, habe das Bakteriengift im Genmais "die Darmoberfläche der Bienen verändert und die Bienen dadurch so geschwächt, dass der Weg für die Parasiten frei war - vielleicht aber war es auch umgekehrt, wir wissen es nicht."
Die Konzentration des Giftes war im versuch freilich zehnmal höher als in normalen Bt-Maispollen. Überdies sei das Müsli den Bienen über einen recht langen Zeitraum von Sechs Wochen verabreicht worden. Dennoch hätte Kaatz das Phänomen gern weiter erforscht, jedoch mangelte es an der Finanzierung. "Diejenigen, die das Geld haben, haben an solchen Forschungen kein Interesse", sagt der Professor, "und die, die daran Interesse haben, haben kein Geld."
Glücklicherweise hängen Grundnahrungsmittel wie Weizen, Reis und Mais nicht von der Insekten-Bestäubung ab, diese Pflanzen werden durch Wind bestäubt. Dennoch wäre das Sterben der Bienenvölker nicht nur für die Landwirtschaft, sondern auch ökologisch ein großer Verlust. "Der Ausweg aus der Misere ist allein die Rückkehr zu naturnaher Gestaltung von Kultur- und Agrarlandschaften", urteilt Teja Tscharntke, Leiter der Abteilung Agrarökologie an der Universität Göttingen. "Nur so lassen sich die für den Menschen wichtigen Dienstleistungen des Ökosystems, zu der auch die biologische Schädlingskontrolle gehört, nachhaltig sichern." In diesem Zusammenhang ist es unverständlich, daß die konventionelle Landwirtschaft weiterhin durch die EU mit Millionenbeträgen subventioniert wird während die Wachsatumsbranche Bio-Landwirtschaft mangels geeigneter Flächen und Förderung zunehmend in den Ostblock (z.B. Litauen) abwandert.
Das Bienensterben und das Artensterben bei anderen Nutzinsekten wird uns noch teuer zu stehen kommen.
Der Umweltbund e.V spricht schon seit vier Jahren von Colony Collapse Dissorder. ... "
zitat quelle: www .fettisch.dewp/katastrophales-bienensterben-durch-genmais-
usa-80-der-population-verschwunden
21.04.07
Nashornkind in Erfurt
am 15.01.2007 wurde im erfurter zoo das nashorn baby von der mutter temba geboren




Ursus Arctos

Braunbär «Brunos» Mutter wütet in Südtirol
....
Denn in Tirol hat Braunbärin Jurka, Mutter des im Vorjahr abgeschossenen Braunbären Bruno, in den vergangenen Nächten in Südtirol wieder Hühner gerissen und Bienenstöcke beschädigt. Und ihre zwei gut ein Jahr alten männlichen Jungbären dürften sich in Kürze von ihrer Mutter lösen und auf Wanderschaft gehen, während das Jungweibchen in der Region bleibt. Drei Wochen später könnten die Jungbären in Deutschland sein - und sie dürften ähnlich frech sein wie einst ihr älterer Bruder Bruno. Dessen Kadaver liegt noch immer an einem geheim gehaltenen Ort bei minus 20 Grad auf Eis, er soll irgendwann ausgestopft ins Museum.
«Bruno darf nicht umsonst gestorben sein», verlangt der Vizepräsident des bayerischen Tierschutzbundes, Berthold Merkel. «Die Vorbeugung muss jetzt laufen.» Medienberichten zufolge war Jurka kürzlich schon am Reschenpass an der Grenze zu Österreich - eine Fehlinformation, sagen die Bärenexperten, die per Sender jeden Schritt Jurkas überwachen. Als sicher gilt aber, dass die neunjährige Bärin ihre Nachkommen JJ3, JJ4 und JJ5 - dritter, vierter und fünfter Sprössling von Jurka und Vater Jose - ähnlich erzogen hat wie Bruno. Von ihr lernten sie, wie man Hühnerställe plündert und Schafe reißt, ohne erwischt zu werden. Jurkas Trick, den sie auch an Bruno weitergab: Sie kommt nie an den Ort ihrer Taten zurück.
«Man muss sich darauf einstellen, dass sich der neue Wurf ähnlich verhält und dass damit vergleichbare Probleme verbunden sind», sagt der Sprecher von Bayerns Umweltministerium, Roland Eichhorn. «Das kann bedeuten, dass der Bär kaum zu fangen, zu besendern und gezielt zu vergrämen ist.» Der von Politikern als «Problembär» eingestufte Bruno, der gerade wegen seiner Dreistigkeit so viele Sympathien gewonnen hatte, war nach wochenlangem Katz- und Maus-Spiel im Juni 2006 erlegt worden.
Die Behörden fürchteten, dass er bei seinen Ausflügen bis in die Zentren von Ferienorten einen Menschen anfallen könnte. Der Abschuss löste heftige Emotionen aus, Umweltminister Werner Schnappauf (CSU) und seine Mitarbeiter bekamen Drohbriefe. Besonders die Italiener reagierten aufgebracht - mancher kündigte wütend an, nie wieder nach Bayern zu kommen.
Diesmal sieht sich der Freistaat für einen Bären besser gerüstet. «Der Bärenplan steht», sagt Eichhorn. Das mit Experten und Verbänden abgestimmte Management enthält Vorbeugemaßnahmen, Informationen für die Bevölkerung, aber auch Regelungen für die Entschädigung bei Zerstörungen, die von den Bären angerichtet werden. Nur als letztes Mittel sieht der Plan einen Abschuss vor - wenn der Bär gefährlich ist, nicht gefangen werden kann und alle anderen Maßnahmen versagt haben.
Experten verlangen, die Jungbären wie Mutter Jurka möglichst schnell mit Sendern zu versehen. «Das wäre eine erhebliche Erleichterung», sagt Eichhorn. Auch Tierschützer Merkel und der Bärenanwalt für Oberösterreich, Walter Wagner, sehen darin einen wichtigen Schritt. Ein Jungbär könnte dann mit Gummigeschossen schmerzhaft abgeschreckt werden, bevor er sich Siedlungen nähert, an Bienenstöcken nascht und Ställe ausraubt. «Jurka noch umzupolen, wäre extrem schwierig», sagt Wagner. «Aber einem jungen Bären kann man noch kräftig auf die Finger klopfen und ihn umerziehen.»
Jurka war im Rahmen des EU-Projekts «Life Ursus» angesiedelt worden - doch jetzt wird es den italienischen Behörden mit ihr zu bunt. Im Januar wurde sie samt Nachwuchs sogar auf den Skipisten von Madonna di Campiglio gesichtet und von Touristen fotografiert. «Wir werden die Bärin wahrscheinlich in einem Gehege einsperren und brauchen jetzt nur noch die Genehmigung des Umweltministeriums», kündigte Claudio Groff, Sprecher der Provinz Trient, an. Gerüchte, dass Jurka abgeschossen werden könnte, wies er zurück.
....
Einfach wird das Miteinander von Mensch und Bär in den Alpen auch künftig nicht sein. «Bärenmanagement bedeutet mehr als ein weißes Knäuel mit zwei schwarzen Knopfaugen», sagt Bärenanwalt Wagner mit Blick auf den kleinen Berliner Eisbären Knut. «Wie viele Bären es in den Alpen geben wird, ist eine Akzeptanzfrage - es geht nicht um den Platz in der Natur, sondern um den Platz in unseren Köpfen.»
Braunbaer_Brunos_Mutter_wuetet_in_Suedtirol.html
Mönchsgrasmücke
dieser kleine singvogel lebt in unserer nachbarschaft,
brütete auch schon mal bei meiner nachbarin im balkonregal ^^
... heute früh lag er tot vor der tür :(((
10.04.07
fledermäuse
venus als abendstern
heute abend,
klarer himmel, dämmerung,
venus strahlend hell im westen,
sehr milde luft,
die hohen bäume ahorn und eiche noch kahl.
und wir erblicken
unter und zwischen ihnen
taumelnd die ersten
fledermäuse im jahr.
mit zunehmender dunkelheit
erscheint orion im süden.
12.03.07
Der Panther
Der Panther
Im Jardin des Plantes, Paris
Sein Blick ist vom Vorübergehn der Stäbe
so müd geworden, dass er nichts mehr hält.
Ihm ist, als ob es tausend Stäbe gäbe
und hinter tausend Stäben keine Welt.
Der weiche Gang geschmeidig starker Schritte,
der sich im allerkleinsten Kreise dreht,
ist wie ein Tanz von Kraft um eine Mitte,
in der betäubt ein großer Wille steht.
Nur manchmal schiebt der Vorhang der Pupille
sich lautlos auf -. Dann geht ein Bild hinein,
geht durch der Glieder angespannte Stille -
und hört im Herzen auf zu sein.
Rainer Maria Rilke, 6.11.1902, Paris
der panther erst lag er,
dann stand er,
wodurch er so erschrak,
dass er bald wieder lag.
(r. gernhardt)
tiere und menschen
tiere und menschen
Gott schuf die Menschen und das Tier.
Er hat uns die Tiere anvertraut,
nicht ausgeliefert.
Alle Tiere haben Mächte in sich,
denn der große Geist wohnt in allen,
auch in der kleinen Ameise, in einem Schmetterling,
auch in einem Baum,
in einer Blume und einem Felsen.
(Petaga Yuha Mani, Sioux-Indianer)
Wenn Du mit den Tieren sprichst,
sprechen sie mit Dir, und ihr werdet euch erkennen.
Wenn Du nicht mit ihnen sprichst,
wirst Du sie nicht erkennen
und was Du nicht kennst, fürchtest Du.
Was man fürchtet, vernichtet man!
(Hauptling Dan George)
Jeder dumme Junge kann einen Käfer zertreten.
Aber alle Professoren der Welt können keinen herstellen.
(Arthur Schopenhauer)
Von Buridans Esel zu Montaignes Katze
"Wenn ich mit meiner Katze spiele, wer weiß, ob sie sich nicht noch mehr mit mir die vertreibt als ich mir mit ihr?"
und derjenigen von Schrödinger,
von Pawlows Hund und Rilkes Panther
zu Kafkas Käfer.
(© Jacques Wirion)
... und vergiss nicht die edamer katze
... und mondazy's fisch
Kein Tier hat es verdient,
dass man seinen Namen missbraucht,
um einen Menschen damit zu beschimpfen.
(© Ernst R. Hauschka)
In der Jagdsaison töten die
Freunde von Sankt Hubertus
die Freunde von Sankt Franciskus.
Militante Tierschützer schaden nur einer Gattung,
nämlich den Tieren.
(© Stefan Wittlin)
Die Grausamkeit gegen die Tiere
ist der Pflicht des Menschen gegen sich selbst entgegengesetzt.
(Immanuel Kant)
Die Sache der Tiere steht höher für mich
als die Sorge, mich lächerlich zu machen,
sie ist unlösbar verknüpft
mit der Sache der Menschen.
(Emile Zola)
Tief im Blicke der Tiere leuchtet
ein Licht sanfter Traurigkeit,
das mit solcher Liebe erfüllt,
dass mein Herz sich als ein Hospiz auftut
allem Leiden der Kreatur.
(Francis Jammes)
Wir werden in Ewigkeiten
nicht mehr gut machen können,
was wir den Tieren angetan haben.
(Mark Twain)
Ich bin für die Rechte der Tiere
genauso wie für die Menschenrechte.
Denn das erst macht den ganzen Menschen aus.
(Abraham Lincoln)
Es wird ein Tag kommen,
an dem die Menschen über die Tötung eines Tieres
genauso urteilen werden,
wie sie heute die eines Menschen beurteilen.
(Leonardo da Vinci)
Wer Tiere quält ist unbeseelt
und Gottes guter Geist ihm fehlt,
und mag noch so vornehm drein er schauen,
man sollte niemals ihm vertrauen.
(Johann Wolfgang von Goethe)
quelle: www .aphorismen.de
ohne titel